Ethik

Der SAC orientiert sich an der Ethik-Charta von Swiss Olympic. Die Umsetzung der sieben Prinzipien sind eine Verpflichtung für gesunden, respektvollen und fairen Sport. Ethik und Nachhaltigkeit sollen ein integrierter Bestandteil im Sport sein:

 

1. Gleichbehandlung für alle!

Gleichbehandlung für alle heisst: Nationalität, Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, soziale Herkunft, religiöse und politische Ausrichtung führen nicht zu Benachteiligungen.

Unter den Sportlerinnen und Sportlern finden sich Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft, verschiedener Nationalitäten, in allen Altersstufen. Keiner dieser Faktoren darf Grund für Diskriminierung, Mobbing, Spott, Ausschluss, Gewalt oder andere unverantwortliche Umgangsformen sein. Das sportliche Leistungsziel ist für jeden ein persönliches Mass. Das erfordert Rücksichtnahme auf die individuelle Leistungs- und Einsatzfähigkeit. In eingeschränktem Umgang gilt dies auch für den Leistungssport, wo persönliche Ziele und Verbandsziele in Einklang gebracht werden müssen. Die soziale Kompetenz der Verantwortlichen, ihre Fähigkeit zu einem respektvollen Umgang, fördern den Gemeinschaftssinn und die Solidarität.

2. Sport und soziales Umfeld im Einklang!

Sport und soziales Umfeld im Einklang heisst: Die Anforderungen in Training und Wettkampf sind mit Ausbildung, Beruf und Familie vereinbar. Die Wichtigkeit des sozialen Umfelds ist vielen bewusst, aber was heisst das genau?

Für viele Sportlerinnen und Sportler, die nicht im Rahmen des Leistungssportes ein intensives Trainingsprogramm absolvieren, ist ihr sportliches Engagement, das heisst die Zeit, die für Training und Wettkampf aufgewendet wird, eine Betätigung neben anderen. Junge Menschen stehen in der Ausbildung in Schule, Lehre und Studium, erwachsene Menschen in einer beruflichen oder familiären Tätigkeit, ältere Menschen in Rente. Den vielfältigen Anfoderungen dieser unterschiedlichen Lebens- und Tätigkeitsbereiche muss auch im sportlichen Umfeld Rechnung getragen werden. Sportverantwortliche haben nicht nur die Begeisterung für den Sport und die optimale Förderung und Betreuung der Sportlerinnen und Sportler zu gewährleisten, sie sollten auch im Dialog mit den Sportlerinnen und Sportlern ein gesundes Mass nicht aus den Augen verlieren und frühzeitig Beeinträchtigungen anderer Lebensbereiche zum Thema machen, damit im offenen Gespräch gemeinsam Konflikte gelöst werden können.

3. Selbst- und Mitverantwortung!

Förderung der Selbst- und Mitverantwortung heisst: Sportlerinnen und Sportler werden an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt. Selbstverantwortung gehört zum Sport, aber auch Mitverantwortung.

Sportverantwortliche und Sportlerinnen und Sportler sind gleichwertige Partner, wenn es um die Festlegung von Trainingsinhalten, Trainingsgestaltung und Teilnahme an Wettbewerben geht. Sportlerinnen und Sportler sind soweit als möglich an allen sie selbst betreffenden Entscheiden zu beteiligen. Auch minderjährige Sportler und Sportlerinnen sind unter Beteiligung ihrer Eltern partnerschaftlich in Entscheidungen mit einzubeziehen.

4. Respektvolle Förderung statt Überforderung!

Respektvolle Förderung statt Überforderung heisst: Die Massnahmen zur Erreichung der sportlichen Ziele verletzen weder die physische noch die psychische Integrität der Sportlerinnen und Sportler. Förderung und Forderung gehören zusammen und wenn die Forderung überfordert?

Grundsätzlich gilt, dass Menschen nicht Zielen geopfert oder zu Leistung gedrängt werden dürfen, die sie entwürdigen und sie in ihrer körperlichen oder seelischen Integrität verletzen. Der Respekt gegenüber den Sportlerinnen und Sportlern verlangt von den Sportverantwortlichen auch Entscheide zu akzeptieren, die ihnen als bedauerlich oder sogar falsch erscheinen. Die optimale Förderung der Sportlerinnen und Sportler darf diese nicht überfordern und womöglich ihre Begeisterung am Sport und ihre Einsatzfreude im Training und Wettkampf beeinträchtigen.

5. Erziehung zu Fairness und Umweltverantwortung!

Fairplay im Sport bedeutet nicht nur das Einhalten von Spielregeln und den Antidoping-Richtlinien, sondern auch ein faires und respektvolles Verhalten sich selbst, den Mitmenschen und der Umwelt gegenüber.

6. Gegen Gewalt, Ausbeutung und sexuelle Übergriffe!

Gegen Gewalt, Ausbeutung und sexuelle Übergriffe! Das bedeutet auch, dass Prävention ohne falsche Tabus erfolgt: Wachsam sein, sensibilisieren und konsequent eingreifen.

Hier finden sie Informationen und Hilfe zum Thema sexuelle Übergriffe im Sport.

7. Absage an Doping und Suchtmittel!

Informieren, Aufklären, Regeln und die Gesetzgebung beachten sowie Schranken setzen. Doping und der übermässige Konsum von Genussmitteln haben im Sport keinen Platz.

Hier finden Sie Informationen zu cool&clean, dem nationalen Präventionsprogramm im Jugendsport, das sich für einen fairen und sauberen Sport einsetzt.

 

Keine sexuellen Übergriffe!

Praktische Informationen und konkrete Unterstützung zum Thema sexuelle Übergriffe im Sport finden Sie hier.

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