Interview mit Sandro von Känel zum Plaisir-Klettern

30.04.2012

Kein Name ist in der Schweizer Kletterszene bekannter als seiner: Hätte es Jürg von Känel und seine «Idee zu mehr plaisir» nicht gegeben, wäre wohl kaum je eine so breite Bewegung im Klettersport aufgekommen. Der begnadete Sportkletterer aus dem Kandertal war ein Pionier. Ende der 70er-Jahre gehörte er zu den ersten, die Schwierigkeiten jenseits des sechsten Grades knackten. Selten war dann auch die Erstbegehung einer Route für die Schweizer Szene von solch grosser Bedeutung, wie diejenige von «Mission Miranda» im Jahr 1989. «Nicht, dass die 8b++ harte, klein- und kunstgriffige, überhängende Kante im Berner Oberländer Klettergarten Lehn die gesamte Kletterszene zum Training animiert hätte. Nein, nach dem Punkten dieser Route wusste Erstbegeher Jürg von Känel, dass er seine sportlichen Grenzen erreicht hatte. Mit dieser Höchstleistung setzte er den Schlusspunkt unter seine Karriere als leistungsorientierter Sportkletterer», schreibt der Fotograf und Journalist Bernard van Dierendonck.

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