Claude und Yves Remy erhalten Albert Mountain Award

08.09.2016

Die schweizerische King Albert I Memorial Foundation hat am 3. September 2016 auf der Diavolezza im Oberengadin den goldenen Albert Mountain Award folgenden Personen und dieser Institution für ihre massgeblichen Verdienste in der Welt der Berge übergeben: den 

Alpinisten Nives Meroi und Romano Benet (Italien), dem Naturwissenschaftler Michael Krautblatter (Deutschland), den Kletterern Claude und Yves Remy (Schweiz) und dem Slowenischen Alpinen Museum.

 

Nives Meroi und Romano Benet haben ihre wichtigen alpinistischen Unternehmungen stets gemeinsam durchgeführt. Ihre bedingungslose gegenseitige Loyalität versinnbildlicht exemplarisch den Begriff der Seilschaft und zeigt die Kraft der Verbundenheit, des Vertrauens und der Vertrautheit. Bis heute hat das Paar, ohne nennenswerte Sponsoren und während der Freizeit, dreizehn Achttausender bestiegen.

 

Michael Krautblatter, Professor für das Fachgebiet Hangbewegungen an der Technischen Universität München, ist mit seinen grundlegenden und innovativen wissenschaftlichen Arbeiten zu einem international führenden Experten hinsichtlich der Hangstabilität im Permafrost unter den Bedingungen des globalen Klimawandels geworden.

 

Claude und Yves Remy haben mit legendärem Sinn für kletterbare Linien und nie erlahmender Leidenschaft tausende neuer Kletterrouten in ganz Europa, vor allem aber in der Schweiz und Griechenland, eröffnet und eingerichtet. Die Gebrüder Remy sind so zu eigentlichen Wegbereitern des Felskletterns als Breitensport emporgestiegen. Ihr neuestes Buch im SAC-Verlag: Dreams of Switzerland, ein Auswahlführer der schönsten Kletterrouten rund um Susten, Grimsel, Furka und Nufenen.

 

Das Slovenski planinski muzej in Mojstrana am Eingang zum Triglav-Nationalpark fördert 

seit 1984 die identitätsstiftende Bedeutung des Bergsteigens und der Berge in Slowenien. Das Museum spielt eine herausragende Rolle als nationales Dokumentationszentrum des slowenischen Alpinismus und ist ein wichtiger regionaler Kulturveranstalter und touristischer Dienstleister.  

 

Die Stiftung und ihre Ziele

Die King Albert I Memorial Foundation ist eine in Zürich eingetragene Stiftung. Der ehemalige St. Moritzer Kurdirektor Walter Amstutz hat sie 1993 zu Ehren des belgischen Königs Albert I. (1875–1934) gegründet, mit dem er grosse Touren unternommen hat. Der König stürzte am 17. Februar 1934 in Marche-les-Dames bei Namur (Belgien) beim Soloklettern ab. Das Anliegen der Stiftung ist die Auszeichnung von Personen oder Institutionen, die sich durch ihre Leistungen in irgendeinem Bereich, der mit den Bergen der Welt in Zusammenhang steht, herausragende und nachhaltige Verdienste erworben haben. Der Albert Mountain Award wird alle zwei Jahre in Form einer Goldmedaille vergeben. 

 

53 Träger des Albert Mountain Award

An den zwölf Preisverleihungen in St. Moritz und Pontresina wurden insgesamt 53 Personen und Institutionen ausgezeichnet. Darunter befinden sich hervorragende Kletterer und Alpinisten, Geografen und Geologen, Schriftsteller und Herausgeber von alpiner Literatur, Fotografen, auf Höhenmedizin spezialisierte Ärzte oder Personen und Institutionen, die sich dem Schutz der Berge verschrieben haben. Sie alle haben einen Beitrag geleistet, die Berge als erhabenen, schönen und sicheren Ort zu bewahren – als Lebensraum von Pflanzen und Tieren, Wohn- und Arbeitsort der Bevölkerung, Freizeitraum für die Alpinisten und als Erbe unserer Welt. 

 

www.bergliteratur.ch

 

Webseite der Stiftung: www.king-albert.ch


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