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Felsen werden nicht nur zum Klettern, Bouldern und für Klettersteige genutzt. Sie sind auch wichtige Rückzugsgebiete für Pflanzen und Tiere. Wegen ihrer Unzugänglichkeit sind viele Felsgebiete über lange Zeit vom Menschen unberührt geblieben.
Beim Klettern tragen wir eine besondere Verantwortung, dass dieser wertvolle Lebensraum mit seinen Tier- und Pflanzenarten erhalten bleibt. Umso mehr, weil sich das Klettern in den letzten Jahrzehnten zum Breitensport entwickelt hat und an vielen Orten Klettersteige entstanden sind.
Die „10 Tipps zum naturverträglichen Klettern“ zeigen, wie Konflikte vermieden werden können. Wenn wir beim Klettern Rücksicht auf die Natur nehmen, profitieren wir von einem intensiveren Naturerlebnis und es braucht weniger Verbote und Einschränkungen.
1. Aktuelle Einschränkungen beachten
Informationen findest du im Internet auf www.klettergebiete.ch und www.wildruhezonen.ch, auf Infotafeln im Klettergebiet und in guten Kletterführern.
2. Umweltverträglich anreisen
Benutze wenn möglich öffentliche Verkehrsmittel. Falls du für die Anreise auf ein Auto angewiesen bist, beteilige dich an Fahrgemeinschaften.
3. An Fahrverbote halten und nur zugelassene Parkplätze nutzen
Halte dich an Fahrverbote und vermeide wildes Parkieren. Wildes Parkieren ist ein Ärgernis für Anlieger, Landwirte und Grundeigentümer und kann die Vegetation schädigen.
4. Bestehende Wege benutzen
Benutze eingerichtete oder markierte Zu- und Abstiegswege. So schonst du Vegetation und Boden und vermeidest die Störung von Wildtieren. Respektiere Privatland.
5. Pflanzenbewuchs und Nistplätze schonen
Benutze vorhandene Umlenkstellen und steige nicht auf empfindliche Felsköpfe aus. Meide stark bewachsene Felsen und entferne keine Pflanzen aus Felsritzen, störe Nistplätze von Vögeln nicht.
6. Klettergebiet sauber halten
Nimm Abfälle mit. Halte für die Notdurft mindestens 15 Meter Abstand zu Kletterfelsen und Gewässern, grabe ein Loch oder bedecke die Exkremente mit Steinen.
7. Lärm vermeiden
Verhalte dich leise und vermeide Störungen in der Nacht. Denn Musik und lautes Rufen stören nicht nur andere Seilschaften, sondern auch die Wildtiere.
8. Feuer nur an eingerichteten Feuerstellen
Benutze bestehende Feuerstellen. Jede neue Feuerstelle zerstört Vegetation und Boden für Jahre.
9. Engagement vor Ort
Engagiere dich mit den lokalen Klettergemeinschaften für die Pflege und den Erhalt deiner Klettergebiete. Lerne deine Felsen als Lebensraum von Tieren und Pflanzen kennen, schätzen und schützen.
10. Sanierungen und Erschliessungen abstimmen
Sprich dich bei Sanierungen wenn möglich mit den Erschliessern oder mit der Fachgruppe „Sanieren und Erschliessen" des SAC Zentralverbands ab. Nimm vor Neuerschliessungen Kontakt mit dem Grundeigentümer und der Gemeinde auf. Überlege dir, ob eine intensivere Nutzung des neu erschlossenen Gebietes Probleme mit dem Naturschutz nach sich ziehen könnte.