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Der SAC engagiert sich für den Erhalt der unerschlossenen alpinen Landschaften.
Er trägt damit die Verantwortung, aktuelle Entwicklungen und Erschliessungsprojekte (Bauvorhaben für Infrastrukturen ausserhalb der Bauzone) im Alpenraum aufmerksam und kritisch zu verfolgen, mitzureden und mitzugestalten. Dies erfolgt nach dem Grundsatz Mitsprache vor Einsprache. Der SAC hält sich dabei an die Verhandlungsempfehlungen des UVEK (2004).
Der Trend, in der alpinen Landschaft spektakuläre Erlebnisinstallationen zu planen und zu bauen nimmt laufend zu. Dabei werden Natur und Landschaft oft lediglich als Kulisse genutzt. Dazu gehören Hängebrücken, Aussichtsplattformen, Seilrutschen, oder Sommerrodelbahnen. Der SAC muss sich dabei immer wieder neu Gedanken machen, welche dieser Anlagen in der bisher unerschlossenen alpinen Landschaft er zulassen will, resp. gegen welche er opponieren will.
Der Club Arc Alpin hat eine Position zu diesem Thema verabschiedet. Der SAC hat diese übernommen und mit den relevanten Kapiteln der Richtlinien SAC und Umwelt ergänzt.
Die Position stellt die wichtigsten Aspekte zu diesem Thema zusammen:
Beim Bau neuer Installationen sind folgende Grundsätze zu beachten:
Im Gebiet um Andermatt-Oberalp-Sedrun ist geplant, die bestehende und zum Teil veraltete Skiinfrastruktur zu erneuern und mit drei Neuerschliessungen ein zusammenhängendes Gebiet von Andermatt beziehungsweise Göschenen bis nach Dieni bei Sedrun zu schaffen. Das Amt für Umwelt des Kantons Uri hat die Federführung für die Planung dieses Projekts übernommen, welches im Zusammenhang mit dem Sawiris-Projekt in Andermatt steht.
Der SAC steht der geplanten Modernisierung und Ergänzung der bestehenden Skigebiete um Andermatt grundsätzlich positiv gegenüber, er hat jedoch gegen Teile der geplanten Skigebietserweiterung und -verbindung Einsprache erhoben. Der SAC, die Umweltverbände, der Kanton Uri sowie die Andermatt Surselva Sport AG haben sich auf einen Kompromiss geeinigt. Anfangs Januar 2013 wurde nach mehreren Monaten Verhandlungen eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet. Die Umweltverbände und der SAC erreichten unter anderem, dass die Skigebietsverbindung zwischen Nätschen und Oberalp weniger und naturverträglichere Pisten aufweist und dass auf den Bau der Bahnanlagen im Gebiet St. Anna-Lücke und St. Anna-Gletscher vorerst verzichtet wird.
Der SAC ist zufrieden, dass nun eine einvernehmliche Lösung gefunden werden konnte. Weder der SAC noch die Umweltverbände gingen mit dem Ziel die Skigebietsverbindung zu verhindern in die Verhandlungen. Zielsetzung war ein redimensioniertes Projekt und eine möglichst natur- und landschaftsverträgliche Lösung.
Das Bundesamt für Verkehr wird nun das gemäss Vereinbarung angepasste Gesamtprojekt beurteilen und voraussichtlich die Konzession für die neuen Anlagen unter Bedingungen und Auflagen erteilen. Weiterhin offen ist die Einsprache zur Teilzonenplanung der Gemeinde Andermatt. Hierzu sind Verhandlungen zwischen den Verbänden, dem SAC und der Gemeinde Andermatt im Gan
Der Schweizer Alpen-Club SAC hat im Oktober 2010 gegen die geplante Aussichtsplattform am Stockhorn Einsprache erhoben. Das Projekt fördert aus Sicht des SAC das Wettrüsten der Tourismusstandorte um immer exklusivere Infrastrukturen. Zudem würde es den Charakter der bisher unberührten Nordwand verändern.
Infolge der Redimensionierung des Projekts, zog der SAC im Januar 2012 seine Einsprache gegen die Aussichtsplattform am Stockhorn zurück. Dennoch kritisiert der SAC den geplanten Balkon, da er – wie das ursprüngliche Projekt – dem kommunalen Landschaftsschutzgebiet wiederspricht.
Die Zermatt Bergbahnen planen eine Glas-Stahl-Pyramide auf dem Klein Matterhorn mit einer Aussichtsplattform auf 4000 Metern, 117 Meter über dem eigentlichen Gipfel (3883 Meter). Die Pyramide wird mit Restaurants, Multimediaraum, Infrastrukturen und eventuell einem Hotel ausgestattet. Die stärksten Reaktionen kamen bisher aus Italien, wo sich der Club Alpino Italiano (CAI) klar gegen das Projekt ausgesprochen hat. Der SAC-Zentralverband steht dem Turmprojekt ebenfalls klar ablehnend gegenüber. Einen Ausbau der Bergstation Klein Matterhorn auf dem Niveau der heutigen Bergstation mit einem verbesserten touristischen Angebot (Restaurant, Bergsteigerunterkunft, Toiletten) sowie einen Ersatz der bestehenden Bahn erachtet der SAC als sinnvoll, solange er im Rahmen der gesetzlichen Auflagen und mit grossem Respekt vor der hochalpinen Natur und Landschaft erfolgt.
Die Bergbahn-Unternehmen der Skigebietsregionen Arosa und Lenzerheide planen seit den siebziger Jahren eine Verbindung ihrer Skigebiete. Seit Ende der Neunziger Jahre haben hierzu diverse Koordinationsgespräche zwischen den beteiligten Akteuren (Bergbahnen, Gemeinden, Umweltorganisationen, Kanton, etc.) stattgefunden.
Der SAC konnte gemeinsam mit anderen Verbänden erreichen, dass das Projekt statt mit einer Erschliessung des Urderentals lediglich mit einer Direktüberspannung ausgearbeitet wurde. Als Ersatzmassnahmen wurden im angrenzenden Gebiet Landschaftsschutzgebiete und Wildruhezonen ausgeschieden.
Die Bergbahnen Flumserberg AG (BBF) planen eine Erweiterung des Skigebietes nach Süden, in die Geländekammer der Alp Panüöl. Zwei Sessellifte sollen die Alp Panüöl mit den bestehenden Anlagen in den Gebieten Maschgenkamm/Leist und Prodkamm verbinden, eine Anlage führt auf den Gipfel des Rainissalts. Bereits heute werden Pisten von Leist und Maschgenkamm nach Panüöl präpariert und markiert. Die BBF hat eine umfangreiche Machbarkeitsstudie realisiert. Diese macht klar, dass die Störung der Raufusshuhn-Lebensräume kritisch ist. Für den SAC ist – gestützt auf die Umweltrichtlinien – die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch die Sesselbahn auf den Rainissalts für eine ablehnende Haltung ausschlaggebend. Der Kanton St. Gallen wird demnächst entscheiden, ob das Gebiet als Vorranggebiet Tourismus oder Landschaftsschutz eingestuft wird.
Der Schweizer Alpen-Club SAC ist Mitglied von Swiss Olympic, des internationalen Sportkletterverbandes IFSC und des internationalen Skitourenrennverbandes ISMF. Er unterstützt die IFSC und die ISMF in ihrem Bestreben, olympisch zu werden. Der SAC steht der Durchführung von Olympischen Winterspielen, wie sie in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden, kritisch gegenüber. Olympische Winterspiele haben sich bisher als nicht oder kaum nachhaltig erwiesen. Sie führen zu einer grossen Belastung und Beeinträchtigung der Landschaft und des Gebirgsökosystems und die langfristigen regionalwirtschaftlichen Impulse blieben unter den Erwartungen.
Der SAC ist der Ansicht, dass die Kandidatur für Graubünden 2022 unterstützt werden soll, sofern sie konsequent nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit geplant und durchgeführt wird und strengen Umweltauflagen genügt. Er hat Anfangs Februar eine Stellungnahme zur Machbarkeit der Olympischen Spiele Schweiz 2022 verfasst.
Seit 2005 wird in der Schweiz an verschiedenen Orten der Einsatz von Gletscherabdeckungsvliesen geprüft respektive bereits angewendet. Die Abdeckungen sollen der Ausaperung und Abschmelzung entgegenwirken. Dass die Abschmelzung tatsächlich gebremst werden kann, konnte mit Versuchen am Gemsstock und auf dem Vorab gezeigt werden. Der SAC hat 2006 an einem Workshop teilgenommen, an dem über Kriterien von Bewilligungspflicht und Bewilligungsfähigkeit diskutiert wurde. Das Amt für Raumentwicklung des Kantons Graubünden hat in der Folge eine "Beurteilungshilfe Gletscherabdeckungsvliese" für Gesuchsteller, Bergbahnen und Bewilligungsbehörden erstellt. Der SAC konnte in der Vernehmlassung mitwirken und Bemerkungen anbringen. Diese Beurteilungshilfe konnte jedoch nicht abgeschlossen werden, da noch zu viele Unklarheiten bezüglich der ökologischen Auswirkungen der Gletscherabdeckungsvliese bestehen.