Umwelt FAQ

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Wann setzt der SAC das Verbandsbeschwerderecht ein?

Er setzt das Verbandsbeschwerderecht nur sehr moderat ein und agiert nach dem Prinzip "Mitsprache vor Einsprache". Er fokussiert sich auf Infrastrukturprojekte, welche bisher unerschlossene Geländekammern tangieren. Den Entscheid, ob eine Einsprache im Namen des Zentralverbands erhoben wird, stützt der SAC möglichst mit den betroffenen Sektionen ab.

 

Der SAC verfügt seit 1969 über das Verbandsbeschwerderecht. Sein Engagement für die unerschlossenen Landschaften entspricht aber einer längeren Tradition und ist seit 1907 in den Statuten verankert.

 

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Wie positioniert sich der SAC gegenüber Erlebnisinstallationen?

Installationen, deren Funktion einzig das Erlebnis, der Adrenalinkick ist, beeinträchtigen oft das Landschaftsbild und schmälern das unverfälschte Naturerlebnis. In bisher unerschlossenen Gebieten lehnt der SAC solche Installationen ab und fordert Zurückhaltung auch in bereits erschlossenen Gebieten. 

 

Der SAC hat in Zusammenarbeit mit dem Club Arc Alpin zu diesem Thema 2012 ein Positionspapier erarbeitet.

Wie steht der SAC zum Ausbau der erneuerbaren Energien wie Wind- und Wasserkraft in den Alpen?

Der SAC unterstützt die Bestrebungen, die zukünftige Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen zu fördern. Er setzt sich dafür ein, dass in erster Priorität Projekte realisiert werden, welche einen signifikanten Beitrag zu einer zukünftigen Energieversorgung leisten. Dabei sollen sie möglichst wenige Konflikte mit Natur- und Landschaft verursachen. Dafür ist eine überregionale Planung notwendig mit Ausschlussgebieten, in welchen besonders wertvolle und bisher nicht erschlossene Landschaften ungeschmälert erhalten werden sollen (Identitätsstiftende Landschaften, BLN-Gebiet). 

 

Der SAC hat 2012 eine Grundsatzposition zu Erneuerbaren Energien im Alpenraum verabschiedet.

Warum ist der SAC gegen neue Bahnprojekte in unerschlossenen Gebieten, während jährlich Tausende von Bergsteigern z. B. die Jungfraubahn für ihre Touren nutzen?

Zu Baubeginn Ende des 19. Jahrhunderts war die Jungfraubahn ein Pionierprojekt. Heute sind weite Teile des Alpenraums zunehmend mit Bahnen erreichbar, weshalb die verbleibenden unerschlossenen Gebiete für sanften Tourismus und für kommende Generationen erhalten bleiben sollen.

 

Werden alpine Infrastrukturen gebaut, wird zudem meist der Ruf nach Wildruhezonen als Kompensationsmassnahmen laut. Damit geht nicht nur unverbaute, sondern auch frei zugängliche Landschaft verloren. Der Einsatz des SAC für den Erhalt der unerschlossenen alpinen Landschaften ist damit eng mit dem Erhalt des weitgehend freien Zugangs in die Berge verknüpft.

Wie wichtig ist der freie Zugang in die Berge für den SAC?

Der freie Zugang in die Berge hat eine lange Tradition, ist elementar für den Bergsport und in der Schweizer Gesetzgebung verankert. Die Zutrittsrechte können aber eingeschränkt werden, wenn dies im öffentlichen Interesse ist und die Einschränkung verhältnismässig ausfällt.

 

Grundsätzlich engagiert sich der SAC mittels Sensibilisierung und Information, dass sich die Bergsportler eigenständig rücksichtsvoll verhalten („Selbstverantwortung vor Regelung“). Falls doch Regelungen definiert werden sollen, so sind Bergsportverbände wie SBV und SAC frühzeitig einzubeziehen, um gut umsetzbare, verhältnismässige Kompromisslösungen zu finden („Kooperation vor Konfrontation“).

 

Der Erhalt des weitgehend freien Zugangs in die Berge ist ein wichtiges Ziel des SAC.

Warum engagiert sich der SAC in der Kampagne „Respektiere deine Grenzen“, aber wehrt sich im Einzelfall auch dezidiert gegen neue Wildruhezonen?

Respektiere deine Grenzen ist eine Sensibilisierungskampagne von BAFU und SAC, welche den Wintersportlern aufzeigt, wie sie sich rücksichtsvoll verhalten können gegenüber Wildtieren. Dazu gehört natürlich auch die Berücksichtigung von Wildruhezonen.

 

Der SAC nimmt mit der Kampagne seine Verantwortung für einen naturverträglichen Bergsport wahr. Wenn Bergsportler den Raum der Wildtiere respektieren, braucht es weniger Verbote und Einschränkungen und die Winterlandschaft bleibt weiterhin offen für echte Naturerlebnisse. Weiter hilft ein frühzeitiger Einbezug der Bergsportler für verhältnismässige Lösungen bei allfälligen neuen Wildruhezonen. Wenn der letzte Punkt nicht gegeben ist, so wehrt sich der SAC entsprechend.

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