Partizipation & Stellungnahmen

Wie aus den Grundsatzpositionen (Konzept freier Zugang und Naturschutz >> | Position Ausscheidung von Wildruhezonen >>) hervorgeht, ist für den SAC bei neuen geplanten Einschränkungen des freien Zugangs eine frühzeitige Partizipations- bzw. Mitwirkungsmöglichkeit der betroffenen Bergsportakteure (wie SAC-Sektionen oder Bergführer) enorm wichtig.

 

Ziel: Verhältnismässige Lösungen finden

Der SAC sieht sich dabei in einer Vermittlerrolle und steht ein für verhältnismässige Lösungen zwischen Schutz und sanfter Bergsportnutzung. Wir sind überzeugt: nur verhältnismässige, breit abgestützte, nachvollziehbare Einschränkungen des freien Zugangs haben Chancen auf Akzeptanz bei den Bergsportlern und stärken das Bewusstsein für Naturschutz – während undifferenzierte Verbote oft genau das Gegenteil bewirken.

 

Multiplikatoren ins Boot holen

Es lohnt sich, Bergsportakteure frühzeitig ins Boot zu holen - und nicht erst, wenn die definitiven Entwürfe vorliegen: SAC-Mitglieder und Bergführer gehören mit zu den wichtigsten Multiplikatoren, welche die gemeinsam getroffenen Abmachungen dann auch gegen aussen tragen und damit die Akzeptanz fördern. 

 

 

 

Beispiele Positionen und Stellungnahmen des Zentralverbandes

Mit einer frühzeitigen Partizipations-/Mitwirkungsmöglichkeit können oft tragfähige Lösungen gefunden werden, und eine schriftliche Stellungnahme oder gar Einsprache erübrigt sich. Teilweise (gerade wenn viele Interessengruppen konsultiert werden) ist eine schriftliche Eingabe oder eine Einsprache aber der einzige Weg, sich im Rahmen einer öffentlichen Auflage einzubringen.

 

Grundsätzlich nimmt der SAC Zentralverband bei Fragen von nationalem oder überregionalem Interesse Stellung, während die in den Regionen verankerten SAC-Sektionen z. B. bei konkreten neuen (kantonalen oder kommunalen) Wildruhezonen oder auch relevanten gesetzlichen Änderungen Eingaben machen.

 

In der Folge einige Beispiele von Positionen und schriftlicher Stellungnahmen des SAC Zentralverbandes:

 

Freier Zugang allgemein

  • Konzept freier Zugang und Naturschutz (2001) >>

 

Wildruhezonen

  • SAC Position Ausscheidung von Wildruhezonen >>
  • Änderung Jagdgesetz Kanton Fribourg >>
  • Teilrevision Jagdverordnung (JSV) >>

 

Jagdbanngebiete

  • Factsheet eidg. Jagdbanngebiete >>
  • Teilverlegung eidg. Jagdbanngebiet Hutstock >>

 

Neue Pärke

  • Pärkeverodnung 2007 >>

Was sagen die gesetzlichen Grundlagen zu Mitwirkung bei der Ausscheidung von Wildruhezonen?

  • Art. 4 der Jagdverordnung (JSV, aktuelle Fassung) sieht bei der Ausscheidung von Wildruhezonen eine Mitwirkung vor. Diese ist leider sehr unverbindlich formuliert (Mitwirkung "in geeigneter Art und Weise").

 

 

  • Der erläuternde Bericht zur Revision JSV 2012 (Seite 30/42) wird etwas konkreter:
    >> bei der Ausscheidung von Wildruhezonen soll "sinnvollerweise ein gut funktionierender Partizipationsprozess" eingerichtet werden.
    >> "Durch solche Partizipation werden allfällige Konflikte frühzeitig erkannt und die verschiedenen Interessen können vom Kanton bei seiner anschliessenden Interessenabwägung optimal einbezogen werden; zudem kann so langwierigen Einsprech- und Beschwerdeverfahren weitgehend vorgebeugt werden."

 

 

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