Zwei WM-Medaillen für die Schweiz!

16.09.2012

An den Weltmeisterschaften im Sportklettern in Paris haben die Schweizer Athleten zwei Bronzemedaillen gewonnen. Petra Klingler und Cédric Lachat kletterten beide auf den dritten Platz in der Kombination. Dritte Halbfinalistin war Rebekka Stotz. Auch sie hat mit dem 15. Rang im Lead ein hervorragendes Ergebnis erreicht.

Haarscharf am Boulder-Finale vorbei kletterte die junge Zürcherin Petra Klingler. Die Bonstetterin war sehr nahe daran, nach dem ersten und zweiten auch den dritten und vierten Boulder zu lösen. Schlussendlich benötigte sie für den Einzug ins Finale der besten Sechs nur zwei Versuche zu viel. Ihr siebter Rang ist ein sehr grosser Erfolg und hat ihr zusammen mit ihren Spitzenresultaten im Lead und Speed zur Kombinations-Bronzemedaille verholfen.

Ebenfalls sehr gut kletterte der Jurassier Cédric Lachat. Wie gewohnt brachte er die Spitzenleistungen im Schweizer Herrenteam. Allerdings hatte er sich vor allem im Lead mehr erhofft. Sein 13. Platz im Lead und der 12. im Bouldern haben ihm zusammen mit dem Speedergebnis die Bronzemedaille in der Kombination eingebracht.

Im Speed kletterte der erst 16-jährige Gian-Luca Grichting auf den 27. Rang. Seine erste Elite-WM beendet der Bündner in der ersten Ranglistenhälfte. Er war der einzige Speed-Athlet mit Jahrgang 1996 und konnte für die Zukunft wertvolle Wettkampferfahrung sammeln.

Schweiz drittbeste Nation
Wenn man die Anzahl Medaillen zusammenzählt, haben die Russen abgeräumt: Mit sieben an der Zahl haben sie die diesjährige WM dominiert (aufgeteilt in vier Speed- und drei Bouldermedaillen). An zweiter Stelle folgt Österreich und danach bereits die Schweiz mit zwei Podestplätzen, ex-aequo mit Frankreich, Korea, Kanada und der Tschechischen Republik. Eine Medaille im Gepäck haben die Deutschen sowie China. 

Viel Spektakel – Paraclimbers beeindruckten die Massen
Der französische Verband FFME hat in Zusammenarbeit mit der internationalen Federation IFSC eine spektakuläre Veranstaltung auf die Beine gestellt. Die Finals von Samstag und Sonntag waren voller Action und Spektakel. Die Paraclimber, erst zum zweiten Mal an einer Weltmeisterschaft dabei, verblüfften und berührten die tausenden Anwesenden mit ihren Leistungen.

Die Weltmeister – Lead in Österreichischer Hand
Zum dritten Mal in Folge gewann die Österreicherin Angela Eiter den Leadtitel. Nach der Europameisterschaft im eigenen Land 2010 und der Weltmeisterschaft in Arco Italien 2011 hatte sie sich etwas zurückgezogen und sich speziell nur auf die WM in Paris vorbereitet.
Ihr Teamkollege Jakob Schubert kletterte klar am höchsten und liess auch den in der Vorrunde vor ihm platzierten Spanier Ramón Julián Puigblanque hinter sich zurück.

Bouldern – Frankreich als Gastgeber und Russland triumphieren
Die Französin Mélanie Sandoz gewann den einzigen Titel für die Heimnation und begeisterte damit die über 7000 Zuschauer. Dieser Erfolg ist dem ausrichtenden Verband mehr als zu gönnen.
Im Bouldern wie auch im Speed sind die Russen eine Macht für sich. Hinter Weltmeister Dmitrii Sharafutdinov, der nach einem schlechten Start das Ruder noch herumreissen konnte und seinen WM-Titel von Arco 2011 verteidigte, platzierte sich auch Rustam Gelmanov als 3. hinter dem Österreicher Kilian Fischhuber dem Podest.

Speed wie erwartet dominiert durch die Russen und den Chinesen Zhong
Im Speed kletterte die Russin Yuliya Levochkina im Finallauf Weltrekord: die neue Marke steht bei 8.37 sek. Sie gewann vor zwei Landsfrauen. Das Herrenfinal gewann der Weltrekord-Inhaber Qixin Zhong aus China vor dem Tschechen Libor Hroza und dem Russen Dmitrii Timofeev. Die Tagesbestzeit stellte der Chinese in 6.49 sek. auf.

Kombination an Kanada und Korea – Schweiz zweimal Bronze
Sean McColl aus Vancouver, Kanada, wohnhaft aber in Toulouse (Frankreich) stand im Lead- und Boulderfinale und wurde Lead-Vizeweltmeister. Im Speed ersprintete er mit 11.20 sek. eine respektable Zeit und ebnete sich so den Weg zum Weltmeistertitel in der Kombination vor dem Deutschen Thomas Tauporn und dem Jurassier Cédric Lachat.
Die Ausnahmeathletin Jain Kim aus Korea bestritt auch das Lead- und Boulderfinale und erreichte als Vizeweltmeisterin im Lead mehr Punkte als die 40-jährige Französin Cécile Avezou, die nach der WM aufhört und dem Publikum viel Spektakel bot. Strahlende Dritte wurde die Zürcherin Petra Klingler.

Eine grosse Athletin verlässt die Wettkampfbühne
Die Schweizer Fahnenträgerin Alexandra Eyer tritt nach 16 Jahren Wettkampfklettern auf internationalem Niveau zurück und widmet sich fortan ihrem Studium und ihrer Aufgabe als Trainerin des Regionalzentrums Zürich. Sie erreichte im Weltcup und an Welt- sowie Europameisterschaften von 2001 bis 2011 über 40 Top Ten Ergebnisse und stand fünf Mal auf dem Podest, davon war eines ein Weltcupsieg: 2004 triumphierte sie im tschechischen Brünn. Auch eine Kombinationsmedaille an der Europameisterschaft in Imst/Innsbruck 2010 gehört zu ihrem beeindruckenden Palmares.
Danke Alexandra für all die tollen Emotionen und alles Gute für deine Zukunft!


RESULTATE 

Webseite Veranstalter

Beitrag Schweizer Fernsehen Sportpanorama 16. September


Pressetext (Schlussbericht)

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IFSC Press Release Day 4

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