Ein schneereicher Winter sowie der ungewöhnlich schöne und heisse Sommer führten im Kalenderjahr 2018 zu sehr hohen Tourenaktivitäten. Bis Ende September sind in den Schweizer Alpen und im Jura 2753 Personen in eine Notlage geraten und mussten von der Bergrettung geborgen werden. Beim Bergsport sind 136 Menschen tödlich verunfallt, fast 50% mehr als im Jahr zuvor.

Die Bergrettungsorganisationen bargen im Kalenderjahr 2018 bis Ende September in den Schweizer Alpen und im Jura 2753 Personen (inklusive der unverletzt Geretteten oder Erkrankten). Im Vergleich zum Vorjahr (2244 Beteiligte) entspricht dies einer Zunahme von gut 20%. Betroffen sind fast alle Kategorien, nur beim Klettersteiggehen waren weniger Berggänger involviert.
Längst nicht jeder Bergnotfall ist mit einem schweren Unfall verbunden: 876 Personen oder rund ein Drittel aller Beteiligten konnten gesund oder nur leicht verletzt gerettet werden.

Dennoch ist die Zahl der tödlich verunfallten Personen mit 136 Opfern (Vorjahr 95) markant höher. Ein schneereicher Winter führte zu ungewöhnlich hohen Tourenaktivitäten. Dadurch gab es vor allem bei Schneesportaktivitäten wie Skitouren, Variantenfahren und Schneeschuhlaufen vermehrt tödliche Unfälle. Ebenso hat das tragische Ereignis an der Pigne d’Arolla Ende April, bei dem sieben Skitourengänger durch Erschöpfung und Erfrieren ums Leben gekommen sind, die Bilanz beeinflusst. Auch der sehr lange und heisse Sommer von Juni bis Ende September führte viele Personen in die Berge.

Diese im Vergleich zum Vorjahr ungünstigere Zwischenbilanz kann zu einem wesentlichen Teil auf die witterungsbedingten Verhältnisse zurückgeführt werden. Ähnliche Konstellationen (hohe Tourenaktivitäten im Winter und im Sommer) führten auch in früheren Jahren zu höheren Opferzahlen. So waren zum Beispiel in der gleichen Zeitperiode im Jahr 2015 144 und im Jahr 2011 138 Berggänger tödlich verunfallt.

 

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Bruno Hasler
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