28. Internationales Bergfilmfestival von Les Diablerets

22.27. September 1997 Die neue Ausrichtung, die sich das Internationale Bergfilmfestival von Les Diablerets ( FIFAD ) vor drei Jahren gab, hat sich als sehr positiv erwiesen: Der Inhalt des Anlasses ist anders, die Qualität der vorgestellten Filme ist besser, die von den Filmemachern bearbeiteten Gebiete finden das Interesse eines immer grösseren Publikums.

Das Leben der Bergbevölkerung mit seinen Eigenheiten, seinen Problemen und seinen Traditionen hat sich innert kurzer Zeit zur Paradeka-tegorie des FIFAD entwickelt. Natürlich werden daneben auch immer noch Sportfilme gezeigt. Besonders wichtig ist das Bemühen um Authentizität - sich ähnelnde Dokumentarfilme über Expeditionen in ferne Gebiete interessieren die Zuschauer kaum noch. Was die « Exploits » betrifft, die übertrieben ausgeschlachtet und mit grosser Publizität und überdimensionierten Budgets durchgeführt werden: Sie haben keinen Platz an diesem Festival, das ein objektiver Zeuge des echten Lebens, der Arbeit und des Strebens der Bergbevölkerung sein will - die Berge sind kein Spielplatz, der ein paar Privilegierten vorbehalten ist. Sie stellen in erster Linie einen Lebensraum dar, den man besser kennen und besser schützen muss.

In der letzten Septemberwoche werden sich also in Les Diablerets Bergfilmer, Bergführer, Menschen, die in den Alpen, Anden oder im Himalaya leben und arbeiten, und interessierte Zuschauer ein Stelldichein geben. Für alle Auskünfte wende man sich an: FIFAD, case postale 144, 1865 Les Diablerets, Tel. 024/ 492 33 58, Fax 024/492 23 48.

Gem. Mtlg. ( ü

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