45. Filmfestival von Trento

Hauptpreis an Gerhard Baur Von Ende April bis Anfang Mai fand in Trento die 45. Ausgabe des zur Tradition gewordenen Internationalen Filmfestivals für Berg-, Forschungs- und Aben-teuerfilm « Città di Trento » statt. Auch dieses Jahr zog der grosse Anlass zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland an - unter ihnen bekannte Alpinisten wie Catherine Destivelle mit ihrem Mann Erik Decamp, Riccardo Cassin und Erhard Loretan. Der Hauptpreis ging an den Film Bergkristall. Paul Membrini - ein Strahlensucher auf extremen Wegen des Deutschen Gerhard Baur.

Vielfältige Veranstaltungen Beinahe 100 zugelassene Filme Am 45. Filmfestival von Trento waren nicht weniger als 96 Filme zum Wettbewerb zugelassen - die Spann- Paul Membrini, der Protagonist des Films von Gerhard Baur, der am diesjährigen Filmfestival von Trento den Hauptpreis gewann Mauro Corona -charismatischer Künstler und Kletterer, 1997 in Trento mit einer eindrücklichen Holzskulpturen-Ausstellung präsent zen Locken zusammenhält, und dem obligaten Toscano gehört. Seine Skulpturen zeugen nicht nur von einer ungeheuren Kreativität, sondern auch von seinem grossem Wissen über das bearbeitete Material und vom meisterlich beherrschten Handwerk.

Membrini Protagonist des besten Films Die Entscheide der Jury waren dieses Jahr unumstritten: Der Grosse Preis « Città di Trento » - Goldener Enzian und 10 Millionen Lire « für den besten Film, der sich durch hohe künstlerische Qualität auszeichnet und den Zielsetzungen und Werten, von denen das Festival getragen wird, am besten entspricht », ging an den Film Bergkristall. Paul Membrini - ein Strahlensucher auf extremen Wegen von Gerhard Baur aus Deutschland.

« Wenn man einen Kristall in der Hand hält, ist es ein wenig, als ob man die Zeit besitzt. » Dies sind die Worte des 70jährigen Churers Paul Membrini, der im Alter von 52 Jahren Berufsstrahler wurde. Seither hat er Sommer für Sommer allein in den Bündner Bergen auf der Suche nach Kristallen verbracht. Der Film zeichnet einen solchen Sommer hoch oben im Gebirge nach: Eindringlich wird dem Zuschauer die harte Arbeit des Kristallsuchers vor Augen geführt, seine Enttäuschungen, aber auch seine Freuden. Die Einsamkeit Membrinis, die er nur dank der totalen Harmonie mit der Natur ertragen kann, kommt sehr eindrücklich heraus. Dazwischen streut Baur Aufnahmen von beleuchteten Kristallen, die die Magie, die Faszination der harten Steine widerspiegeln.

Wie Gerhard Baur im Gespräch sagte, wollte er eigentlich einen wissenschaftlichen Film drehen. Nach drei Tagen mit dem Protagonisten Paul Membrini sah er vom ursprünglichen Konzept ab und konzentrierte sich stattdessen auf den eigenwilligen Strahler und dessen sommerliche Knochenarbeit. Entstanden ist ein einfühlsamer und eindringlicher Film. Der 50jährige Gerhard Baur, ein ausgezeichneter Alpinist und einer der bekanntesten Bergfilmer, gewann bereits vor 20 Jahren seinen ersten Goldenen Enzian in Trento; darauf folgten mehrere Silberne Enziane. Der humorvolle und engagierte Deutschen hat den diesjährigen Hauptpreis zweifelsohne verdient.

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