Auf dem StockaIperweg

Von Gondo nach Brig

Schweiz ( IVS ) im Rahmen seiner Arbeiten diese Route freigelegt. Seitdem ist ein guter Teil ihres Verlaufs markiert und ermöglicht eine ebenso schöne und abwechslungsreiche wie historisch interessante Wanderung.

Das IVS

Das Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz, ein interessantes und komplexes Werk, ist aus drei Wurzeln hervorgegangen: dem Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz, dem Bundesgesetz über Fuss- und Wanderwege und dem in unserm Land bestehenden Unbehagen über die allgemeine Beeinträchtigung der Natur und des Bodens ( Strassenbau, Meliorationen ). Allerdings spielt bei dem Projekt auch der Föderalismus seine Rolle. Er führt dazu, dass sich die Mitarbeiter des Inventars darauf beschränken müssen, ihre Dienste Kantonen und Gemeinden anzubieten, bei denen allein das Entscheidungsrecht liegt. Das IVS geht von dem Gedanken aus, dass die historischen Verkehrswege als am stärksten dem menschlichen Einfluss ausgesetzte Landschaftselemente heute zu den

bedrohtesten Kulturgütern unseres Landes gehören. Um sie zu schützen und wieder zum Leben zu erwecken, sorgt die Eidgenossenschaft durch das IVS für ihre Identifizierung und für die Anlage einer Dokumentation über sie. Die Aufgabe des IVS besteht folglich in der kartographischen Aufnahme und in der Erforschung der historischen Verkehrswege, wegbegleitender Einrichtungen und deren funktionslos gewordener Relikte. Es handelt sich also sowohl um Arbeiten im Gelände als auch um wissenschaftliche Forschung, ein Unternehmen, dass sich wohl nie endgültig wird abschliessen lassen. Darum ist es nötig, den Kontext und die Bedeutung der in Frage kommenden Verkehrswege zu interpretieren und nur solche Wege aufzunehmen, die noch im Gelände zu sehen sind und von den Planungsverantwortlichen der Kantone und Gemeinden berücksichtigt werden können. Bei ihrem Vorgehen unterscheidet das IVS deshalb zwischen verschiedenen Graden der erhaltenen « historischen Substanz » und auch der Bedeutung des Verkehrsweges ( national, kantonal, kommunal ).

Kaspar Jodok von Stockalper

Der Weg, der uns hier beschäftigen soll, ist das Werk der wohl bedeutendsten Persönlichkeit des Wallis im 17. Jahrhundert: Kaspar Jodok von Stockalper. Während seines langen Lebens ( 1609-

Blick von der Furggu nach Westen auf das Fletschhorn ( 3993 m )

1691 ) war Stockalper ungewöhnlich aktiv. Als junger Mann verbrachte er ein Jahr an der Universität Freiburg im Breisgau, neigte aber wohl nicht sonderlich den Studien zu. Er war von lebhaftem Geist, sprachgewandt - ein geschäftliches und diplomatisches Erfordernis -, sprach und schrieb deutsch, französisch, italienisch, spanisch, lateinisch und wohl auch etwas griechisch. Stockalper organisierte im Lauf seines Wirkens Warentransporte über den Simplon, aber auch Geleitzüge für adlige Reisende. Er beteiligte sich an Bergwerken ( Eisen, Gantertal; Kupfer, Val d' Hérens; Gold, Gondo; Bleiglanz, Lötschental ) und besass nicht nur das Transit-Mono-pol, sondern auch diejenigen für Schnecken, Terpentin, Lärchenschwamm ( Zunder ), erwarb schliesslich auch das Salzmonopol. Dazu verfügte er über Söldner-Kontingente. Im häuslichen Bereich zwar knauserig, erwies sich Stockalper doch als grosszügiger Bauherr, unter anderm entstanden durch ihn die Kirche Maria Himmelfahrt in Glis, der Kanal von Vouvry nach Collombey, das Kollegium Spiritus Sanctus, das Kloster St. Ursula und der Stockalperpalast mit seinen nach den hl. Drei Königen benannten Türmen in Brig. Stockalper beschränkte sich nicht auf seine wirtschaftlichen Erfolge, sondern übernahm auch politische und diplomatische Aufgaben, so Missionen beim französischen Ambassador in Solothurn, als Mitglied des

e V a Das Ecomuseum im Alten Gasthof von Simplon Dorf

Landrats, Deputierter bei der Eidgenössischen Tagsatzung in Baden, höchster militärischer Führer des Wallis, Landvogt von St-Maurice, wurde schliesslich Landschreiber und 1669 Landeshauptmann.

1678, als er den Gipfel seiner Macht erreicht hatte, folgte der Sturz: Er wurde des Verrats angeklagt und aller offiziellen Ämter enthoben, fast sein ganzes Vermögen wurde konfisziert. Die « französische Partei » warf ihm unter anderm vor, zu sehr der Habsburger Seite zugeneigt zu sein. Er lebte schliesslich zwei Jahre im Exil in Domodossola, kehrte aber 1685 ins Wallis zurück, wo er 82jährig am 29. April 1691 starb.

Spürbare Grenzen des Reichtums und der Macht

So beachtlich - gemessen an den Verhältnissen einer Schweizer Region - Reichtum und Macht des « Königs des Wallis » während mehrerer Jahrzehnte

Unterhalb von Egga, einem Weiler nahe Simplon Dorf: Eine solide Brücke führt über das breite Bett des Senggibachs.

waren, so waren sie doch nicht unbegrenzt. Das zeigt ein Wegstück, das Stockalper von Brig nach Gondo ausbauen liess, deutlich. Man hütete sich vor der wilden Gondoschlucht, wo zwar ein riskanter Pfad bestand, den zu einem vor Steinschlag und den wilden Wassern der Dovéria geschützten eigentlichen Saumweg auszubauen aber enorme Arbeiten erfordert hätte. Statt dessen führte man den Weg von Gabi zum Furggu-Pass und von dort hinunter ins Zwischbergental. Das bedeutete allerdings, einen erheblichen Umweg und beachtliche Höhendifferenzen in Kauf zu nehmen ( ab Zwischbergen 600 m auf jeder Seite des Passes ). Erst unter Napoleon Bonaparte, der über die Finanzen einer grossen Nation, Scharen von Ingenieuren und ein Heer von Arbeitern verfügte, wurde es möglich, zwischen 1801 und 1805 das Hindernis der Gondoschlucht zu überwinden und die ganze Simplon-route für Kutschen und Pferdefuhrwerke und -was dem Ersten Konsul noch mehr am Herzen lag -für Kanonen passierbar zu machen, das Unternehmen erforderte 7 Millionen französische Franken und 250 Tonnen Pulver

Alpine Geschichte, Kultur, Erzählungen Oberhalb von Simplon Dorf

Zu Fuss von Gondo nach Brig

Allgemeine Informationen

An sich führt der Stockalperweg von Brig nach Gondo, aber man kann ihn ebensogut in umgekehrter Richtung begehen. Das hat der Autor dieser Zeilen denn auch getan, und zwar aus Gründen der Sonneneinstrahlung: Wählt man den Weg von Süden nach Norden, so hat man die Sonne meist im Rücken und nicht im Gesicht.

Wer kräftig ausschreitet, kann die insgesamt 35 km mit ungefähr 2000 m Höhendifferenz im Aufstieg durchaus in einem Tag bewältigen. Das zwingt aber dazu, der kulturellen Seite des Weges keinerlei Aufmerksamkeit zu schenken, was ihn des Wesentlichen seines Charakters berauben würde. Man rechne also zwei Tage, besser drei, wenn man sich auch für weniger spektakuläre Details interessiert. Es gibt entlang der ganzen Strecke verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten, und im Zweifelsfall kann man auf die Dienste der

Der Stockalperweg am Beginn des Abstiegs von der Furggu nach Norden Der Stockalperweg ist in seinen einzelnen Abschnitten verschieden befestigt, teils mit flachen Steinplatten, teils mit kleineren und runderen, tiefer eingesenk- ten Steinen; hier ein Wegstück oberhalb von Maschi-hüs, auf dem Weg zwischen Egga und dem Alten Spittel.

Alpine Geschichte, Kultur, Erzählungen

Postautos zurückgreifen ( vom 1O. Juni bis 15. Oktober täglich 7 Fahrten in jeder Richtung ). In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass schon um 1870, auf dem Höhepunkt der Postkutschen-Ära, täglich vier Fahrten in jeder Richtung geführt wurden. Umspannorte waren Brig, Berisal, der Simplon und Iselle; für diesen Passverkehr mussten 150 Pferde gehalten werden.

Im Herbst 1996 waren die Wiederherstellung und Markierung des Stockalperweges zwischen Gondo und der Furggu noch nicht fertiggestellt. Ihr Abschluss ( im laufenden Jahr geplant ) wird an der heutigen Situation zwischen Zwischbergen und der Furggu nicht viel ändern, sie aber zwischen Gondo und Zwischbergen erheblich verbessern, denn dann kann man von Hof an auf der orographisch rechten Seite des Grossen Wassers gehen und vermeidet so 3 km Asphaltstrasse. Karten: LK 1:25 000, 1309 Simplon und 1289 Brig.

Letzte Spuren eines Traums vom Gold

Aufbruch in Gondo ( 830 m ) an einem Septembertag in der Morgenkühle. Die ersten Sonnenstrahlen streifen gerade das Dorf und den es überragenden Turm, einen Stockalperbau; die nach Zwischbergen führende Steigung liegt noch im

Herbstliche Farben kurz bevor man die Passhöhe von Süden her erreicht Blick vom Simplonpass auf die Walliser Fiescherhörner im Nordosten Das grosse Plateau s südlich des Passes auf 1850 m

Schatten. Der Pfad schneidet die engen Kurven der kleinen Strasse und steigt zwischen Ahornen, Birken und Weiden. Etwas weiter, an dem Hof genannten Ort, stehen am Eingang zum Gelände der einstigen Goldmine sogar einige Nussbäume.

Goldminen? Ja, sogar die Schweiz hat Ende des letzten Jahrhunderts ihren kleinen Goldrausch erlebt. Im SAC-Clubführer Walliser Alpen 5 ( S. 388ff .) berichtet Maurice Brandt in einem kurzen historischen Abriss, dass seit Jahrhunderten an der Nordwestflanke des Camoscellahorns gegraben und Stollen in den Berg getrieben wurden, vor allem, unter dem Einfluss Stockalpers, in den sechziger Jahren des 17. Jahrhunderts. Er erzählt weiter, das Bergwerk habe 1892 einen eigentlichen Höhepunkt erlebt und bis zu 500 Personen - Bergleute, Schmiede, Arbeiter, Maschinisten und Ange-

stellte -beschäftigt. Allerdings wäre, um die Unkosten des Abbaus zu decken, ein Goldgehalt von 22 g pro Tonne Erz nötig gewesen, tatsächlich betrug die durchschnittliche Ausbeute während der ganzen Betriebszeit nur 4,2 g Gold pro Tonne Erz. Das Ende des Unternehmens war also vorauszusehen. 1896 ging die Bergwerksgesellschaft, unter anderm wegen des für eine rentable Nutzung ungeeigneten Erzes, in Konkurs.

Aus dieser kurzen Glanzzeit sind heute noch einige Mauerreste der Anlage übriggeblieben, vereinzelte Zahnräder und andere Werkteile rosten zwischen Birken im grünen Gras eines stillen Parks. Das Grundstück ist heute Privatbesitz, die Stiftung Simplon, die den Stockalperweg wiederherstellt, hofft jedoch, ihn dort hindurchführen zu können.

Von Zwischbergen nach Simplon Dorf

Von den Goldminen an Richtung Zwischbergen ( ungefähr 1300 m ) beginnt der Aufstieg zur Furggu. Noch etwa 3 km bleibt man auf dem asphaltierten Strässchen, das sich auf dem orographisch linken Ufer des Grosses Wasser genannten Baches hinzieht und das man etwas oberhalb eines kleinen Staubeckens verlässt. Aus dem Laubwald tritt man nun in eine ganz andere Landschaft: ein steiler Südhang, auf den die Sonne brennt, ein Reich der Lärchen. Man steigt auf einem schmalen

Pfad, trifft auf einige Alphütten - manche dienen noch ihrer Bestimmung, andere sind in Ferienwohnungen umgewandelt oder verlassen -, wechselt ein paar Worte mit einem Hirten. Nach einem Abstecher in das verführerisch rote Heidelbeerkraut, um sich vergnügt an den Beeren gütlich zu tun, erreicht man die Furggu ( 1872 m ).

Auf ihrer breiten Passhöhe weitet sich die Sicht und gibt den Blick sowohl in die Höhe als auch in die Tiefe frei. Im Westen taucht nun, sich vor dem Himmel als gewaltige Silhouette abzeichnend, das Fletschhorn auf. Im Norden schweift das Auge zunächst 600 m in die Tiefe und steigt dann von Gabi ( 1228 m ) über Simplon Dorf, das gut zu erkennen ist, entlang der Simplonstrasse wieder nach oben.

Das Ecomuseum der Stiftung Simplon

Die Stiftung Simplon, Ecomuseum und Passwege, wurde 1991 gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung die historischen Spuren des Simplonpassweges, seiner Natur- und Kulturlandschaft zu bewahren und damit einen Wander- und Kulturtourismus zu fördern. Dies soll durch die Wiederherstellung und

B « a ci Q Der Alte Spittel, Stockalper liess ihn auf der Grundlage einer einstigen Johanniter-Niederlassung erbauen.

e a a Oberhalb der Saltinaschlucht, im Hintergrund, jenseits der Saltina, die Alp Geiggja Blick vom Simplonpass nach Süden auf das Massiv des Fletschhorns Nördlich des Passes und jenseits des Rhonetals: das Aletschhorn

den Unterhalt des Stockalperweges erreicht werden, aber auch durch die Gründung des Ecomu-seums im Alten Gasthof in Simplon Dorf, das im Frühjahr 1996 eröffnet wurde. Das Museum zeigt eine Dauerausstellung, in deren Mittelpunkt der internationale Transitverkehr und seine Auswirkungen auf die Geschichte der Region stehen.1

Hat man zwei Tage für den Stockalperweg vorgesehen, wird man Anfang des Nachmittags zur Öffnungszeit des Ecomuseums ( 14 bis 17 Uhr ) Simplon Dorf erreichen; ein weiterer guter Grund, in Gondo und nicht in Brig zu starten.

1 Museum im Alten Gasthof in Simplon Dorf. Geöffnet vom 15. Juni bis 31. Oktober jeweils Mittwoch bis Sonntag 14 bis 17 Uhr; für Gruppen und Schulklassen Öffnung auf Anfrage. Eintritt: Erwachsene Fr. 4., Kinder Fr. 2., Familien Fr. 1O., Gruppen Fr. 3. pro Person. Führungen im Museum und entlang des Weges sind auf Anfrage möglich, Tel. 027/ 929 80 86, Fax 027/979 15 44.

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Von Simplon Dorf zum Pass

Die Steigung von Simplon Dorf ( 1472 m ) zum Pass ist sanft, die Landschaft lieblich und abwechslungsreich, dies trotz der Nähe der Hauptstrasse, die aber nicht störend wirkt, sondern eher ein interessantes Zeugnis menschlichen Einwirkens ist. Dieser Abschnitt des Weges ist mehrfach ein echter Saumpfad, einen Meter breit und teils mit flachen Steinplatten belegt, teils mit runderen, tiefer eingesenkten Steinen befestigt. Man steigt zwischen Weiden, überquert in einem Wald das breite Bett des Senggibachs, geht durch den Weiler Egga ( 1588 m ) und denkt dabei an die beiden verheerenden Eisabbrüche vom Rossbodengletscher, die Egga 1577 und 1901 betroffen haben.

Inzwischen hat man unmerklich an Höhe gewonnen und tritt plötzlich, auf etwa 1850 m, zwischen vereinzelten Lärchen auf ein kleines Pia-tee

horizontalen, ein wenig an tibetische Landschaften erinnernden, kahlen rotbraunen Fläche hält man plötzlich ein. Hinter den hohen, den Weg säumenden Erlen taucht bald ein eindrucksvoller sechs-stöckiger Bau mit Turm und kleinem Glockenstuhl auf: das Alte Hospiz oder - wie man meist sagt -der Alte Spittel. Stockalper liess den Bau auf der Grundlage einer einstigen Johanniter-Niederlas-sung umbauen und erhöhen. Die beiden unteren Geschosse dienten als Hospiz, Herberge und Lagerräume, die oberen vier waren Stockalper und seiner Familie als Sommerwohnung vorbehalten. Heute gehört der Alte Spittel der Armee; die geschlossenen Türen, das Fehlen jeder Spur von Alltagsleben machen seine eindrucksvolle Eigenart besonders deutlich.

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Vom Simplonpass nach Brig

Napoleon plante den Bau eines Hospizes, und zwar auf der Passhöhe. Diese Lage ist, sowohl was die Sonneneinstrahlung als auch was die Windaus-gesetztheit angeht, unvergleichlich schlechter als die des Alten Hospizes. Seinen Architekten gelang es jedoch, den unter diesen Umständen bestmöglichen Bauplatz zu wählen. 1801 wurde der Bau

begonnen. Doch 1815 kam es zur Niederlage von Waterloo mit all ihren erheblichen Konsequenzen. Für das Hospiz auf dem Simplon bedeutete dies die Einstellung der Bauarbeiten. Erst etwa zehn Jahre später erwarben die Chorherren vom Grossen St.. " " .Bernhard den begonnenen Bau und vollendeten ihn entsprechend ihren Bedürfnissen. Heute beherbergen die Chorherren in dem mächtigen Gebäude viele - aber nicht nur - Jugendliche, die Tage der Besinnung suchen, aber auch die herrliche Landschaft und ihre sportlichen Möglichkeiten geniessen.

Auf dem letzten Abstieg nach Brig geht es durch wunderschöne Landschaftsabschnitte; dem Autofahrer bleiben sie verborgen, denn er fährt in oft grossem Abstand auf der modernen Strasse daran vorbei.

Beim Aufbruch vom Pass grüsst in der Ferne das Aletschhorn. Dann verliert man rasch an Höhe, verlässt das Reich der Lärchen und Kiefern, taucht in den Schatten der Tannen und kommt an das Bett der Taferna. Man folgt ihrem Lauf, quert die

gleichnamige Alp und erreicht auf 1250 m ein Wegstück, das 1996 instand gestellt wurde. Dazu waren solide Befestigungen - Rundhölzer, Trockenmauern - notwendig. Dann geht es zu dem besonnten Weiler Grund ( 1071 m ) hinunter, wo sich der Ganterbach, der Nesselbach und die Taferna zur Saltina vereinigen. Aus diesem idyllischen Amphitheater steigt man die Südhänge des Schallberg hinauf, denn jetzt gilt es, in einer letzten Anstrengung die Saltinaschlucht in der Höhe östlich zu umgehen. Vom Ausgang dieser Schlucht nimmt die Saltina dann ihren Weg hinunter ins Rhonetal. Man steigt in der Hitze, geht unterm leisen Knistern der Kiefernnadeln entlang des Hangs und dann auf dem jetzt breiteren und steinbedeckten

Die Gartenfront des Stock-alperpaiastes in Brig, des wohl eindrucksvollsten unter den Bauwerken Stockalpers Im schönen Arkadenhof des Stockalperpalastes: eine Postkutsche aus der grossen Zeit des Passverkehrs Eine zweigeschossige Arka-denbrücke verbindet über eine Gasse hinweg den Stockalperpalast ( rechts ) mit dem ein Jahrhundert älteren Stockalperhaus.

Weg hinunter nach Brig. Wenn dort noch Zeit bleibt, kann man den Stockalperpalast und die dem Leben seines Erbauers gewidmete Ausstellung besuchen.

Bibliographie

Brandt, Maurice: Walliser Alpen 5. Vom Strahlhorn zum Simplon. Schweizer Alpen-Club 1993 Samivel und Norande, S.: Les grands cols des Alpes occidentales. Ed. Glénat, Grenoble 1996 Imboden, Gabriel: Kaspar Jodok von Stockalper, 1609-1691. Sein Umfeld und sein Schloss. Forschungsinstitut zur Geschichte des Alpenraums, Brig 1991

Bulletin IVS. BUWAL ( verschiedene Hefte der Jahrgänge 1988-1994

5 Alpine Geschichte, Kultur, Erzählungen

Jugend-Infos,Berichte, {-Aktivitäten

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