Ausstellung «Gezeichnete Natur» im Alpinen Museum

12 Illustratorinnen und Illustratoren zeigen Ausschnitte aus der Welt der alpinen Lebewesen Neun Zeichnerinnen und drei Zeichner aus den Regionen Bern und Thun beteiligen sich an der Ausstellung « Gezeichnete Natur » im Schweiz. Alpinen Museum in Bern1; ihnen allen sind die Begeisterung für die Natur und die damit verbundene Sorge um deren Entwicklung gemeinsam. In rund 90 intensiv beobachteten, persönlichen Bildern, die im Alpinen Museum gezeigt werden, gelingt es ihnen, Freude, Staunen, im Verborgenen neu entdeckte Formen weiterzugeben: vom Samenkorn über den Baumpilz bis zum Enzian und zum Apollofalter. Zugleich gibt die Verkaufs-Aus-stellung einen spannenden Einblick in die reiche Palette der Techniken und Arbeitsweisen vom wissenschaftlichen Zeichnen über das Illustrieren bis zum freien Naturmalen.

Entstehung der Ausstellung Den Anstoss, der zeichnerischen Darstellung von alpinen Lebewesen eine Ausstellung zu widmen, gab vor drei Jahren die Naturmalerin und Biologin Diana Lawniczak. Um die ganze Breite der technischen Möglichkeiten im Bereich der Illustration aufzuzeigen, nahm das Alpine Museum mit der Schule für Gestaltung, Bern, Kontakt auf. Thomas Demarmels, Lehrer für wissenschaftliches Zeichnen, und mehrere Absolventen seines Kurses begeisterten sich für die Idee. Auch die damals in Frankreich wirkende Illustratorin und Malerin Eva Styner sowie die bekannte Künstlerin Katrin Zutter schlössen sich der Gruppe an.

Schöpfen aus der Natur als massgebende Ordnung Inspirierender Ausgangspunkt für die Ausstellenden ist die faszinierende Kraft der Natur, die in folgen- Silberwurz ( Dryas octopetala ) von Thomas Demarmels den Sätzen zum Ausdruck kommt: « Die Natur als massgebende Ordnung der menschlichen Existenz bringt uns immer wieder ins Staunen. » ( Zutter ) « Der wichtigste Teil des Malens ist für mich das Betrachten und Erleben der Natur. Mit allen Sinnen versuche ich, den Reichtum des Lebens um mich herum aufzunehmen. Gefühle der Bewunderung und der Dankbarkeit sind meine ständigen Begleiter. » ( Lawniczak ) « Auch im Unscheinbaren, Unauffälligen zeigt sich die Schönheit der Natur. » ( Haussener ) Es geht nicht darum, Gesehenes abzubilden Die heutige Schnellebigkeit bringt es mit sich, dass viele Leute die Phänomene der Natur nur noch oberflächlich wahrnehmen - aus dem Fahrzeug, auf dem Bildschirm oder in « geknipster Form ». In dieser Situation wirken die Illustratoren- und Illustratorinnen als willkommene « Augenöff-ner ». Viele unter ihnen sind ausgebildete Botaniker oder Zoologen. Als Zeichner weisen sie auf Besonderheiten der Lebewesen hin, auf Bestim-mungsmerkmale, auf interessante Zusammenhänge und Hintergründe, auf verborgene Strukturen. Zu diesem'Die Ausstellung wird vom 29. Oktober 1996 bis zum 2. Februar 1997 zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums ( Mo 14-17, Di-So 10-12 und 14-17 Uhr ) gezeigt ( Schweiz. Alpines Museum, Helvetiaplatz4, 3005 Bern, Tel.031/351 04 34, Fax 031/351 07 51 ). Zur Ausstellung besteht übrigens ein umfangreicher Farbkatalog.

Steinböcke im Abendrot ( Ibex ibex ), Lötschental, von Diana Lawniczak Zweck ist die Zeichnung der Fotografie überlegen, da das Wichtige kombiniert und betont werden kann.

Die Illustratoren sind aber auch « Augenfüller ». Ihre einfühlsamen Zeichnungen von Naturschönheiten entfalten eine starke Ausstrahlung. So entdeckt man die überraschende Formenwelt der Samenkörner, Baum-pilze oder Flechten, weiter die Arve und den Tannenhäher, Laufkäfer, Schmetterlinge, aber auch Frauenschuh, Christrose und viele der grossen, bekannten Alpentiere vom Steinbock bis zum Luchs.

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