Basel–Nordkap zu Fuss

Daniela Kleck ging zusammen mit Nicole Schwarz 4000 Kilometer zu Fuss von Basel ans nördliche Ende Europas.

Den härtesten Moment haben wir in Norwegen erlebt: Es hatte viel geregnet, das Wasser in den Flüssen stieg, sie zu durchwaten war eine Mutprobe. Dazu kam, dass meine Tourenpartnerin Nicole Probleme mit ihrem Fuss hatte. Da wussten wir wirklich nicht mehr, ob es weitergeht. Aufzugeben wäre hart gewesen. Anderthalb Jahre lang hatten wir unsere Wanderung von Basel ans Nordkap geplant. Das sind 4000 Kilometer innert acht Monaten. Ursprünglich wollten wir mit dem Wohnmobil gehen. Dann entdeckten wir die europäischen Fernwanderwege und sagten uns: Das geht auch zu Fuss.

Das Schönste an einer solchen Reise ist die Freiheit. Man weiss, dass alles, was man braucht, im Rucksack ist. Muss sich um nichts anderes kümmern als die täglichen Herausforderungen auf der Strecke. Am Anfang, in Deutschland und Dänemark, sahen wir noch viele Menschen, erlebten die Kulturlandschaft. Ab dem Polarkreis herrschte dann wirklich Wildnis. Wichtig ist, mit einer realistischen Vorstellung an ein solches Projekt heranzugehen. Es macht nicht nur Spass: Oft ist man einfach nur müde, muss durchhalten. Auch ein finanzielles Polster ist zu empfehlen: Dann kann man sich auch einmal in einer Hütte oder einem Hotel ausruhen. Am schwierigsten war aber die Rückkehr. Man hatte das Projekt über zwei Jahre im Herzen, dachte an nichts anderes. Nun ist es vorbei. Das hinterlässt etwas wie Leere. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich wirklich wieder zu Hause in Basel angekommen war.

Die Tour zum Nachgehen

Eckdaten: 4000 km, 8 Monate

Ausrüstung: Trekkingausrüstung, Zelt

Infos: www.basel-nordkap.com

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