Beiträge zur Heimatkunde des Amtes Seftigen

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Diese Publikation, so verdienstlich sie an sich ist, würde eine Besprechung im Jahrbuch S.A.C. nicht verdienen, weil ihr Gebiet meist noch vor der subalpinen Stockhornkette liegt, wenn ich nicht gerne die Gelegenheit ergriffe, um darauf aufmerksam zu machen, daß solche Monographien über einzelne größere und kleinere Bezirke auch des Alpenlandes sehr wünschenswert sind. Einiges ist ja schon geschehen, aber weit mehr bleibt zu tun übrig. Ich halte das in dieser „ Heimatkunde " verfolgte Schema für praktisch und setze es daher hier aus. Auf einen Abschnitt „ Geologisches ", den einzigen, der uns wenigstens in vorzeit-liches Eisgebirge führt, folgt „ Geographisches " ( der höchste beschriebene Punkt ist der Ganterist, 2177 m ), dann „ Geschichtliches " ( zur Deutung einiger Ortsnamen auf römischen Ursprung, wie Kehrsatz auf quercetum, Belp von Palpia villa, Toffen von tufus, Thurnen von turris, Gurzelen von curticella, sowie zu der Annahme eines römischen Straßenzuges von Freiburg über Elisried, Muriboden, Riggisberg nach Rümligen ins Gürbe-tal möchte ich große Fragezeichen setzenbesser sind die folgenden Abschnitte über die spätere Geschichte des Landgerichts Seftigen und der einzelnen Dominien wie Burgistein, Riggisberg, Toffen u.a. Zu den Abschnitten: Schulwesen, Militärisches habe ich hier keine Anmerkungen zu machen. Ebenso nicht über den Abschnitt: Straßen- und Verkehrswesen. Im Abschnitt: Volkswirtschaftliches hätte ich das Kapitel: Gurnigel gerne ausführlicher behandelt gesehen; denn es wäre hier manches zum Teil längst Bekanntes anzubringen gewesen über den Jahrhunderte alten frühern Gebrauch der Heilquellen durch die Landleute der Umgebung, über die Besuche des großen Haller bei den Quellen. Auch sind mir ältere Abbildungen des Bades bekannt, die hier nicht Aufnahme gefunden haben. Dergleichen gibt aber einer modernen Heimatkunde erst die rechte Würze. Unter den „ Sagen " beziehen sich zwei: Der Küher am Ganterisch und Der Wildheuer auf der Nünenenfluh, auf voralpine Gebiete. Die Illustration ist reichlich und in der Ausführung befriedigend. Beigegeben ist eine Karte im Maßstab von 1: 100,000.

Redaktion.

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