Bergrettung ohne SAC?

Im Oktober 2005 haben der SAC und die Rega gemeinsam die Stiftung Alpine Rettung Schweiz ( ARS ) gegründet. Seit dem 1. Januar 2006 ist diese operativ tätig. Die Bergrettung in der Schweiz erfolgt heute zu ungefähr 90 Prozent aus der Luft, doch in etwa zehn Prozent aller Fälle braucht es immer noch terrestrische Retter. Damit die 2500 Personen rasch eingreifen können, sind sie auf- 100 SAC-Rettungsstationen verteilt. Ihr Einsatz erfolgt freiwillig und ehrenamtlich, auch wenn sie für die effektive Einsatztätigkeit entschädigt werden.

Wir haben die Rettung zwar zusammen mit der Rega in eine Stiftung ausgegliedert, aber das Rettungswesen als solches bleibt eine wichtige Aufgabe des SAC. Denn jeder Bergretter muss bezüglich alpintechnischen Wissens jederzeit auf- dem neusten Stand sein. Und dafür ist der SAC der kompetente Partner. Im Gegenzug ist es für den SAC von unschätzbarem Wert, wenn er in seinen Reihen erfahrene Retter hat, die ihr Wissen als Tourenleiter oder Ausbildner an die übrigen Mitglieder weitergeben.

Darum kann es mir als Präsidenten nicht gleichgültig sein, wenn Bestrebungen festzustellen sind, bestehende Rettungsstationen in eigenständige Vereine umzuwandeln, die unabhängig vom SAC und seinen Sektionen operieren. Das alpine Rettungswesen ist immer noch eng mit dem SAC verbunden, und das soll auch in Zukunft so bleiben.

Bezugsquelle

Frank Urs Müller

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