Besteigung des Vulkans Osorno

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Besteigung des Vulkans Osorno

Im Quartalsheft 4/95 der ALPEN spendet Esther Fuchs dem Vulkan Osorno in Mittelchile ein würdiges Lob. Wer in den Bann dieses prachtvollen Schneekegels gerät, kann ihm nicht widerstehen. Meist erfolgt der technisch unschwere, aber wegen Spalten und steilem Endstück heikle Aufstieg von Ensenada über das Refugio Tesky und « las Burbujas ». Wenig begangen scheint der von mir gewählte längere, aber weniger gefährliche, weil spal-tenärmere Weg vom einfach eingerichteten Refugio La Picada ( 925 m ü. M. ), das mit dem Auto von Osorno über Puerto Octay ( Routen U 55 und U 99 ) und Puerto Klocker zu erreichen ist.

Hans Streuli, Goldach

Zourrier des lecteurs

Als aktive Bergsteigerin übernachte ich oft in einer der vielen SAC-Hütten. Ich geniesse die Geborgenheit in einer von Fels und Eis geprägten Umgebung, aber auch die als kulinarische Höhenflüge zu bezeichnenden Gerichte, die Hüttenwartinnen und Hüttenwarte mit ihren Angestellten auf den Tisch zaubern.

Im Sommer 1996 hatte ich Gelegenheit, eine Woche als freiwillige Helferin beim Um- und Erweiterungsbau der Konkordiahütte ( SAC Grindelwald ) mitzuarbeiten. Während dieser Zeit wurde mir so richtig bewusst, was es alles braucht, bis wir als Gäste die für uns selbstverständlichen Dienstleistungen in SAC-Hütten in Anspruch nehmen können. Die Tage sind lang auf der Hüttenbau-stelle, die Arbeit ist hart, Familienangehörige und Freunde sind weit weg im Tal, die Wohnverhältnisse einfach. Da sind die Handwerker ( Maurer, Schreiner, Dachdecker, Zimmerleute, Elektriker, Spengler, Schlosser usw. ), die bei Sonne, Sturm, Kälte, Wind, Schnee und Nebel in luftiger Höhe ihrer nicht immer ungefährlichen Arbeit nachgehen, die Helikopterpiloten, die in präziser Arbeit Träger setzen, Beton fliegen, Bauschutt zur Entsorgung ins Tal bringen, die Architekten und Bauführer, die die Ausführung eines nicht einfachen Vorhabens planen und begleiten müssen, die Hüttenwartfamilie mit ihrem Personal, die eine reduzierte Anzahl Berg-gängerinnen und Berggänger bewirten, beim Bau kräftig mithelfen und alle Arbeitenden unter einfachen Bedingungen reichhaltig mit Speis und Trank versorgen. All diesen Heinzelmännchen der Berge gilt mein herzlichster Dank!

Marianne Grossnikiaus, Goldiwil

In bestem Fels?

Zur der in den ALPEN 6/96 publizierten Route « Familiätürgg » ( Eggstöck, Braunwald, GL ) Nicht zuletzt angespornt durch die Vorstellung der kurzen Sportkletterroute « Familiätürgg » ( ALPEN 6/96, S. 55 ) machten wir am 14. Juli einen Kletterausflug nach Braunwald. Es wird dies allerdings das einzige Mal bleiben, wo wir dieses landschaftlich reizvolle Gebiet zum Klettern besuchen.

Schon beim ersten Augenschein konnte man feststellen, dass der Fels sehr brüchig ist, wobei dieser erste Eindruck beim Klettern nur bestätigt wurde. Zudem wurde es zeitweilig auch recht gefährlich, denn durch die doch zahlreichen Kletterer wurden etliche faust- bis kopfgrosseFels-stücke von der Wand gelöst, die dann krachend am Einstieg landeten. Bei einem Treffer hätte auch der selbstverständlich aufgesetzte Helm nichts mehr genützt. M. E. kann man von Glück reden, dass an diesem Sonntag, angesichts des häufigen Steinschlages, kein Unfall zu verzeichnen war.

Die Initiative von Kletterbegeisterten, neue Gebiete zu eröffnen, ist grundsätzlich zu begrüssen. Ich finde es aber bedenklich, wenn neue Klettergärten in solch brüchigem Gestein, wie es an den Eggstöcken anzutreffen ist, eröffnet werden. Zudem bin ich der Ansicht, dass Erstbegeher, die ihre Routen in den ALPEN veröffentlichen lassen, so ehrlich gegenüber sich selbst und den anderen Kletterern sein sollten, auf Prädikate wie « Die Route bietet abwechslungsreiche Ver-schneidungs- und Plattenkletterei in bestem Fels » zu verzichten, wenn offensichtlich ist, dass dies nicht zutrifft.

Im Fall Braunwald kommt man dabei nicht um das schlechte Gefühl herum, dass von verschiedenen Personen für dieses Klettergebiet gezielt Publicity betrieben wird, wenn man daran denkt, dass das Gebiet im neuen Plaisir-Führer Ost von Jürg von Känel, in Rotpunkt ( Heft Mai/Juni 96 ) und nun auch in den ALPEN Erwähnung findet.

Michael Stämpfli ( u.a. ), Horgen

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