CD-ROM Hochtouren Berner Alpen Vom Sanetschpass zur Grimsel

 

Die Vorzüge der traditionellen Führer in Buchform sind bekannt: Man kann sie problemlos in den Rucksack packen, jederzeit ohne Hilfsmittel zu Rate ziehen und sich - wie bei den gut gestalteten SAC-Führern - leicht und schnell orientieren. Ein Führer in elektronischer Form muss also andere überzeugende Argumente aufweisen, um neben den herkömmlichen seinen Platz behaupten zu können.

Das « Schmöckem » in der CD-ROM Hochtouren Berner Alpen - oder wie heisst das auf elektronischpackt mich: Ich finde mich problemlos zurecht, klicke vom Begriff Orte über die alphabetische Aufzählung zum Gipfel, den ich schon immer besteigen wollte, liste mir alle Routen auf und hole das Routenfoto hervor, das so scharf auf dem Bildschirm prangt, dass ich den warmen Fels förmlich in der Hand spüre. Beim Betrachten der über 150 wunderschönen Fotos in der Galerie, die aber nicht mit dem Tourenteil verknüpft ist, vergesse ich fast die Zeit.

Nach dem ernsthaften Auf-den-Zahn-Fühlen - gesucht sind Vorschläge zu einer leichteren Klettertour mit meinem Göttibub in den westlichen Berner Alpen - komme ich zur Überzeugung: Die allgemein ausgezeichneten Verknüpfungen ermöglichen es, Antworten auf die meisten Fragestellungen zu finden. Die Bedienung der CD ist einfach und logisch, wenn auch nicht durchwegs einheitlich gestaltet. Dass mit einem Klick auf den entsprechenden Spaltenkopf die « Übersicht Routen » alphabetisch oder nach Gipfelhöhe sortiert werden kann, entdecke ich zufällig. So erfahre ich auch über die Textsuche, dass vier Lauper-Routen im Führer enthalten sind, nicht aber jene an Eiger und Mönch. Eigentlich schade, wahrscheinlich hätten sogar die fünf umfassenden Gebietsführer auf dem Medium noch Platz gehabt. Alles in allem kann festgehalten werden: Der neue CD-ROM-Führer ist brauchbar und äusserst attraktiv.

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