Christelle Marceau auf einem Himalaja-Gipfel

Eine Westschweizer Expedition unter der Leitung des Bergführers Stéphane Schaffter hat im Juni den Sonam Ri (6060 m) in Zanskar erstbestiegen. Auch die Neuenburgerin Christelle Marceau war dabei.

Sie hatte mit der SAC-Expedition von 2012 in Peru bereits zwei 6000er bestiegen. 2014 folgte für Christelle Marceau (26) im Reru-Tal in Zanskar der nächste Sechstausender: Der noch unbestiegene Sonam Ri (6060 m). Am 27. Juni stand sie mit dem Waadtländer Jérémy Pernet (24) und den Führern Pierre Morand und Eric Gachet auf dem Gipfel. Dann fuhren sie mit den Ski über die Westflanke ab, auf «einer 50-Grad-Rutsche», wie sich Stéphane Schaffter ausdrückt, der das Unternehmen filmte.

Der «Glücksbringerberg», wie der Sonam Ri auf Ladakhi heisst, wurde seinem Namen aber nicht ganz gerecht: Das dritte junge Expeditionsmitglied, die Zürcherin Laura Bohleber, zweite am X’Trem von Verbier 2007, war am entscheidenden Tag krank und bekam keine zweite Chance, weil die Schneesituation kritisch war.

Stéphane Schaffter hatte bereits drei Erstbegehungen mit neun jungen Alpinisten der Sektionen Genf und Carouge 2011 in der gleichen Region (siehe «Die Alpen» 2/2012) gemacht. Anlässlich des 150. Geburtstags der Sektion Genf reist der Bergführer im Juli 2015 wieder mit einem Team ins Reru-Tal.

Der Expeditionsfilm

Ein Dokumentarfilm über die Expedition wird im Herbst auf 3sat und RTS ausgestrahlt.

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