Der Berg. Schrecken und Faszination

Ein grossartiges Buch für alle, die sich für die Verbindung zwischen Berg und Kunst, aber auch für die Geschichte der wechselvollen Beziehung von Berg und Mensch interessieren. Die Kunsthistori-kerin Bettina Hausler schlägt in diesem Bildband gekonnt den Bogen über mehrere Jahrhunderte und erklärt anschaulich die parallele Entwicklung der Malerei, unserer Sicht der Berge sowie des Bergsteigens. Dazu gliedert sie ihr Werk chronologisch in Kapitel, in denen sie Schritt für Schritt unsere Rezeption der Berge in der Kunst, aber auch im alltäglichen Leben entwickelt – von der anfänglichen Angst über die perfekte Kulisse für Kunstwerke bis zur Ausbeutung von Gebirgslandschaften für Sport und Tourismus: « In der Kunst beinhaltet die Darstellung von Bergen eine Kulturgeschichte der Wahrnehmung, und für das Reisen und den Sport hat keine Landschaft auch nur annähernd ähnliche Bedeutung wie das Gebirge. » Die Berge haben also unsere Kunst- wie Kulturgeschichte entscheidend mitgeprägt. Illustriert wird diese Übersicht durch wunderbare Werke der bedeutendsten ( Berg-)Maler – von Dürer, da Vinci, Friedrich über Compton, Segantini, Hodler bis zu Gerhard Richter. Der stolze Preis des Buchs ist gerechtfertigt durch diese reiche und qualitativ hervorragende Bebilderung sowie, natürlich, durch die Arbeit, die hinter einem solch aufwendigen und wissensreichen Werk steckt.

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