Der SAC ist ein Bergsteigerclub

127000 Menschen sind Mitglied im SAC. 170000 Berggängerinnen und Berggänger, die nicht Mitglied in einer der Sektionen sind, übernachten jedes Jahr in einer SAC-Hütte, und jedes Jahr werden gegen 30000 Bücher an Kunden ausserhalb des Clubs verkauft. Das sind eindrückliche Zahlen. Rein rechnerisch haben also etwa 330000 Personen, das entspricht rund 5% der Schweizer Bevölkerung, jedes Jahr Kontakt mit dem SAC. Doch wie sieht es beim grossen Rest aus? Wie bekannt ist der SAC, welches Image hat er, und für welche Aktivitäten steht er? Ist er immer noch der «Rotsockenclub», der Neumitglieder nach einem Göttisystem aufnimmt? Diese Fragen haben wir in einer repräsentativen Umfrage geklärt  (Seite 24).

Die Resultate sind erfreulich und lauten kurz zusammengefasst etwa so: Der SAC wird heute als moderner, offener Bergsteigerclub wahrgenommen, der Hütten betreibt. Vier von zehn Schweizerinnen und Schweizern kennen den SAC. Die Attribute «offen» und «modern» sind erfreulich, wichtiger erscheint mir aber, dass der SAC als «Bergsteigerclub» bezeichnet wird. Zwar ist Bergwandern bei den Mitgliedern die am häufigsten ausgeübte Aktivität, und wir bewerben die Hütten als Wanderziele. Umso mehr müssen wir Sorge tragen zum Image des SAC als Bergsteigerclub. Es ist – marketingdeutsch ausgedrückt – unsere USP, die Unique Selling Proposition – das, was uns von anderen Organisationen, die sich in den Bergen bewegen, abhebt. Schliesslich noch ein Gedanke zum SAC-Logo. 37% der Befragten haben unser Logo auf Anhieb dem Schweizer Alpen-Club zugeordnet. Das ist ein guter Wert, der aber nur deshalb zustande gekommen ist, weil das «Gämschi» seit 146 Jahren besteht. Fast alle Grafiker und Marketingfachleute, denen ich begegne, kritisieren es als überholt und unzeitgemäss. Ich bin aber überzeugt: In diesem Fall lohnt es sich, dem Zeitgeist zu trotzen.

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