Der Yeti war eine Lawine

Eine Lawine soll den mysteriösen Tod von neun russischen Expeditionsteilnehmern im Ural vor 60 Jahren verursacht haben. Diese Erklärung haben die Schweizer Forscher Johan Gaume (EPFL) und Alexander Puzrin (ETHZ) im Januar in der Zeitschrift Communications Earth and Environment veröffentlicht. Das nie aufgeklärte Drama war in Russland zu einem Mythos geworden. Im Februar 1959 wurden fünf Leichen in der Nähe des stark beschädigten Zeltes entdeckt. Die vier anderen wurden später weiter unten in einer Schlucht unter einer dicken Schneeschicht gefunden. Mehrere hatten Frakturen an Brust und Schädel. Wegen des ungeklärten Hergangs waren die sowjetischen Behörden zum Schluss gekommen, dass eine «unbezwingbare Gewalt» im Spiel gewesen sein muss. Das ebnete den Weg für wilde Theorien wie etwa die eines Angriffs durch einen Yeti. Die Lawinenthese wurde 2019 erneut aufgestellt und wird nun durch die Wissenschaftler gestützt. Die Opfer hatten sich in den Hang gegraben, um ein Lager einzurichten. In der Nacht darauf verfrachteten starke Fallwinde eine beträchtliche Menge Schnee über ihnen. Dadurch konnte sich trotz dem geringen Gefälle eine Schneebrettlawine lösen, so die Forscher. Mehr Infos auf actu.epfl.ch/news/quand-la-science-permet-d-explorer-un-mystere-russ/

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