Die Alpen. Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft. Werner Bätzing

Präsentation der Bündner Gebirgstruppen Pedrett und weitere lokale Filmer dokumentierten vor und während des Zweiten Weltkriegs die Husarenstücke der Bündner Gebirgstruppe: « Mit einer Kompagnie auf Piz Palü » ( 1939 ) und « Mit 160 Mann auf Piz Bernina » ( 1940 ). Die teilweise farbigen Filme liefen in vielen Matinee-Programmen des Unterlandes, in der Regel live kommentiert von Major Charles Golay, dem Kommandanten der militärischen Gipfelstürmerei.

Cassin und die Badile-Nordostwand Ein Pionier anspruchsvoller Kletterfilme war in den Siebzigerjahren der Deutsche Martin Schliessler. Wiederholt filmte er kletternd die Begehung der Nordkante und der Nordostwand des Piz Badile. 1986 inszenierte er dann mit zeitgenös-sisch ausgerüsteten Bergführern die dramatische Erstbegehung der Nordostwand. 1937 stiegen die Dreierseilschaft von Riccardo Cassin und zwei Alpinisten aus Como fast gleichzeitig in die Wand ein. Alle fünf erreichten den Gipfel, doch starben die erschöpften Comasker beim Abstieg. 1987 – 50 Jahre danach – kletterte Cassin als 78-Jähriger mit dem Tessiner Filmer Fulvio Mariani nochmals durch die Nordostwand ( « Cinquant'anni dopo»). a

Jürg Frischknecht, Zürich

« Filmlandschaft »

Jürg Frischknecht ist zusammen mit Thomas Kramer und Werner Swiss Schweizer Autor des soeben erschienenen Buchs « Filmlandschaft Engadin, Bergell, Puschlav, Münstertal », das auch Kapitel über Bergfilme und Berg-steigerfilme enthält ( Verlag Bündner Monatsblatt Chur, vgl. www.filmland-schaft.ch ).

Luis Trenker ( 1892–1990 ) wurde von Arnold Fanck, dem Schöpfer des Genres Bergfilm, entdeckt. « Der Berg des Schicksals » ( 1924 ): Der Kletterfilm entstand in den Dolomiten – und im Stemmkamin oberhalb der Sciorahütte im Bergell.

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