Die Erfindung des modernen Bergseils Vom Hanf zur Kunstfaser

Wenige Materialfortschritte haben den Alpinismus so stark beeinflusst wie die Einführung des Polyamid-seils. An dessen Entwicklung beteiligten sich ab etwa 1942 zahlreiche Ingenieure und Kletterer aus vielen Ländern. Dennoch dauerte es fast 20 Jahre, bis sich der neue Seiltyp an breiter Front durchsetzen konnte.

Ein Bergseil ist mehr als ein Strick

Unter den unzähligen Utensilien des Bergsports nimmt das Seil eine Sonderstellung ein. Weit mehr als ein blosses Stück Textil zu Sicherungszwecken ist es ein Symbol für die Verbindung zwischen den Kletterpartnern und mit dem Berg. Das kommt auch in vielen Titeln aus der alpinen Literatur zum Ausdruck: von Premier de cordée ( Frison-Roche ) über Capocordata ( Cassin ) oder Women on the rope ( Williams ) bis zu Seiltanz ( Diemberger ) und Cuerdas rebeldes ( López Marugán ). Ein Seilriss ist somit mehr als ein blosses Materialversagen: Es ist eine traumatische und bedeutungsvolle Durchtrennung einer Beziehung am oder zum Berg.

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