Die letzten stillen Landschaften ersäuft

Zum Artikel Staumauer im Triftgebiet: SAC sagt Ja, «Die Alpen» 11/2017

Die KWO wollen eine Staumauer im unberührten Triftkessel im Berner Oberland bauen – und der SAC titelt: SAC sagt Ja. Welche Schande! Eigentlich sei der SAC gegen solche Projekte in unerschlossenen Gebieten: welche Heuchelei!

Der SAC bekennt sich in seinen Statuten zur Erhaltung der Bergwelt. Im Fall der Trift nimmt er in Kauf, dass aus einer natürlichen Gebirgslandschaft eine Industrielandschaft wird, und schlimmer noch: Er sagt ausdrücklich Ja. Als gäbe es in den Statuten eine Verpflichtung für den SAC, zur Energiewende das beizutragen, was die Kraftwerke und ihre Verbündeten für Erfolg versprechend halten. Wie kommt der SAC dazu, sich überhaupt zu äussern? Wenn er schon die eigenen Statuten missachten will, warum denn auch noch auftreten damit? Dann bringt der SAC noch den frommen Wunsch an, man möge doch künftig auf Kleinwasserkraftwerke verzichten – das ist für eine so grosse, gewichtige Organisation eine geradezu erschreckend naive Erwartung.

Die Energiewende findet statt, egal, ob auch noch die letzten unberührten Gewässer genutzt werden oder nicht. Die Probleme werden nicht gelöst, höchstens aufgeschoben, wenn nun auch noch in der Trift eine Staumauer gebaut wird und die letzten stillen Landschaften ersäuft werden.

Ein zähneknirschendes JaDer SAC ist sich bewusst, dass hier von einem grossen Eingriff in die alpine Landschaft gesprochen wird. Doch das Kraftwerk soll 145 GWh Strom produzieren, mit hohem Anteil im Winter. Für den SAC war immer klar, dass Trift nicht al

Feedback