Die mitgemeinte Frau

Frauen sind mitgemeint – so steht es jeweils in Reglementen, meist als Fussnote. In der Praxis des SAC sind die Frauen alles andere als eine Fussnote: 33% der Mitglieder sind weiblich, sie präsidieren 19 von 112 Sektionen, und im Zentralvorstand stellen sie drei der zehn Mitglieder. Damit sind wir eigentlich im SAC gut aufgestellt – oder doch nicht ganz? Gendermassnahmen hätten den Ausgleich zwischen Frauen und Männern weiter fördern sollen. Doch eine (knappe) Mehrheit der Abgeordneten lehnte im letzten Sommer eine Budget-erhöhung für Gendermassnahmen ab. Ebenso kritisch waren die Stimmen aus der Präsidentenkonferenz bei der Präsentation von konkreten Massnahmen im vergangenen November. Offensichtlich verwirrte der Begriff «Gender» mehr, als er klärte. Gendermassnahmen wird es darum keine geben, das hat nun auch der Zentralvorstand beschlossen. Trotzdem wollen wir in Zukunft bei Projekten und Aktivitäten im SAC vermehrt dafür sorgen, dass Frauen nicht nur mitgemeint, sondern mitbeachtet werden. Wir, das sind im Zentralvorstand Gianna Rauch und auf der Geschäftsstelle Peter Mäder.

Wie soll das gehen? Primär mit der nötigen Gelassenheit, manchmal mit einem Augenzwinkern und manchmal ganz resolut und fordernd. Zum Augenzwinkern gehört gelegentlich ein Text in weiblicher Form, wo für einmal die Männer mitgemeint sind. Zur Gelassenheit gehört, dass es im SAC nach wie vor reine Frauensektionen und reine Männerseniorengruppen gibt. Und zu unseren Forderungen, dass die Bilder bei allen unseren Publikationen ausgewogen Frauen und Männer zeigen.

 

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