Diese Walliser! Diese Walliser! 12 Porträts

«Wir waren uns vor Ewigkeiten einmal ob dem Stiefkampf derart in die Wolle geraten, dass wir uns zwanzig Jahre und mehr mieden. Wir grollten und ignorierten uns, dickschädlig und granitköpfig bis zum Gehtnichtmehr», schreibt Luzius Theler, der Walliser Korrespondent der NZZ. Und dann habe das «Pierli», wie sie Pierre Imhasly in Visp nennen, in «Terbinu», wie sie Visperterminen nennen, aus «Maithuna/Matterhorn» gelesen. Da hat es nullkommanix Frieden gegeben. «Mir war, als wären wir immer am selben Seil gegangen», so Theler. So wie das Pierli und der Luzius, so sind sie, die Walliser. So wie die unbändige Erika Stucky auch, die Sängerin, die Jimmy Hendrix und Tom Waits singt, wie es sonst keiner wagt. Sie geraten ins Feuer und genauso schnell versöhnen sie sich, diese unbändigen, freiheitsliebenden, obrigkeitsverachtenden, aber grundgütigen Dickschädel. Und – ich gebe es gerne zu – so granitköpfig-dickschädlig-weichherzig sie sind, so sind sie mir ans Herz gewachsen. So wie ihre Berge, ihr Heida und ihr Johann. Und genau darum lohnt es sich, dieses Buch über die zwölf Walliser Archetypen zu lesen.

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