Drei Felsnadeln im amerikanischen Westen

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

im amerikanischen Westen

Gaetano und Romain Vogler, Thônex GE

In der ganz eigenen Welt der Klettergilde sind die Vereinigten Staaten sehr in Mode gekommen. Im Sommer wie im Herbst sind die Gebiete von Colorado und der Yosemite-Nationalpark überfüllt von Felsbegeisterten aus aller Welt. Keiner fühlt sich hier fremd: Im Camp IV findet man den Standort der Franzosen, die Schweizer Ecke, das Plätzchen der Japaner. Im Eldorado Canyon sind die Rufe « relais » und « sec » fast so geläufig wie das « off belay » und « take it in » der Ansässigen. Jedes Jahr sieht man sich hier inmitten von Europäern oder sogar unter Bekannten vom Salève.

Jedoch nachdem wir zwei Sommer solcherart im Durcheinander der Zeltlager und im Banne der extremen Kletterei zugebracht haben, be- kommen wir nun Lust, die Vereinigten Staaten von einer anderen Seite kennenzulernen. Um dieses Bedürfnis nach Ruhe und Stille erfüllen zu können, das sogar im Hochgebirge zum echten Luxus geworden ist - man denke nur an die überfüllten Seilbahnen und Berghütten —, müssen wir uns in die amerikanische Wildnis begeben. Dies zudem schon im April. Nur dann können wir auch sicher sein, niemanden anzutreffen.

I. WUNSH S DIHEDRAL Einmal mehr ist der Eldorado Canyon, vierzig Kilometer von Denver entfernt, unser Ausgangspunkt. Wir bringen rasch einiges über den berühmten Wunsh's Dihedral in Erfahrung. Er befindet sich zwei Fahrstunden südöstlich von Boulder. Unser Mietwagen, ein Lincoln-Continental, beschämt uns beinahe. Kaum wagen wir es, uns mit unseren weissen, von den Seilen längst schwarzgescheuerten Hosen auf den weichen Sitzen niederzulassen. Bald müssen wir die Autobahn verlassen, um auf einer Naturstrasse weiterzukommen. Nach mehreren Meilen - wir befürchten schon, uns verfahren zu haben - entdecken wir endlich die Tafel Foxton. Ein Dorf sehen wir allerdings nicht, es sei denn, es handle sich um die drei einsamen Hütten direkt vor unseren Augen. Stets spricht man von den gigantischen Dimensionen Amerikas. Indessen ist es manchmal ganz gut, daran zu erinnern, dass es auch dort noch diese kleinen, sich völlig harmonisch in ihre Umgebung einfügenden Dörfer gibt. Vierhundert Meter über der Strasse erhebt sich ein prächtiger Granitturm, der Foxton's Pinnacle. Dessen Südostwand ist von einer ihn ganz durchziehenden Verschneidung gespalten. Es ist diese logisch vorgegebene Route, die uns interessiert und fasziniert. Nach dem ziemlich ermüdenden ersten Wegstück ( es ist eine altbekannte Tatsache, dass Kletterer erbärmliche « Marschierer » sind ), gelangen wir an den Fuss unseres Ziels.

Auf drei Seillängen können wir zwischen zwei [98 Rissen von unterschiedlicher Schwierigkeit wählen. Da der linke « mörderisch » scheint, entschliessen wir uns für den rechten. Dies vor allem nachdem wir sehen, wie zwei kräftige Amerikaner diesen direkten Einstieg, mit Schwierigkeitsgrad 5.I I, in Angriff nehmen.

Um sich den Erfolg einigermassen zu sichern benötigen sie ein ganzes Ritual: Die Schuhsohlen werden gereinigt, dann mit Harz überzogen; die Hände werden mit Benzol abgerieben, sorgfältig eingebunden und schliesslich mit Magnesium bepudert. So einbalsamiert und bandagiert, sind die Elite-Kletterer endlich bereit. Diese Vorkehrungen scheinen uns ein wenig übertrieben, und wir tauschen ein paarmal ein spöttisches Lächeln, das allerdings rasch der Bewunderung weicht, als wir sehen, mit welcher Behendigkeit sie diese aussergewöhnliche Länge bewältigen. Doch bald können wir erneut schmunzeln, denn beim ersten Standplatz angelangt, bereiten sie das Seil zum Abstieg vor und gestehen uns mit typisch amerikanischer Offenheit, dass sie genug hätten und den Mut nicht mehr aufbrächten, die Route zu beenden.

Der Einstieg ist angenehm, und wir können uns aufwärmen, bevor wir zu den 5.ioer-Rissen gelangen. Der Fels ist ausgezeichnet: ein goldener, sehr « yosemitischer » Granit.

Es gibt keine Routenprobleme, der Riss zieht sich von unten bis zuoberst durch. Für einmal ist die Schwierigkeit nicht von der Körpergrösse des Kletterers abhängig, sondern vielmehr vom Ausmass seiner Fäuste. Unser Sortiment an diversen Klemmkeilen und « Friends » erlaubt dabei eine wirksame Sicherung.

Die zwei Risse laufen jetzt unter einem Dach zusammen. Hier machen wir Stand. Glücklicherweise gibt es beim Klettern die Standplätze. Weniger um sich auszuruhen, als um die Umgebung bewundern zu können. Von unserer Warte aus überblicken wir unendliche Nadelwälder, wie man sie in Europa nicht mehr findet. Eben diese ständige Abwechslung zwischen genussvollem Naturerleben und höchstem physischem Einsatz schafft den beglückenden Gleichklang von Körper und Geist.

Die nächste, extrem schwierige und athletische Länge reisst mich aus meinen Träumen. Die Adrenalinstösse, verbunden mit Milchsäureschü-ben in den Vorderarmen, stellen den Körper hart auf die Probe. Nach einem mit Faust-Verklemm-technik zu überwindenden Dach folgt eine nicht enden wollende Dülfer-Passage auf den Fingern. Es sind keine Haken vorhanden, und wir müssen die Stopper einen nach dem anderen sozusagen « fliegend » legen, stets in der Hoffnung, die richtige Grosse erwischt zu haben. Wir sind gezwungen, die geringsten natürlichen Ruhestellungen, die der Felsen bietet, voll auszunützen: hier den Absatz des Kletterfinkens auf einen minimen Tritt aufsetzen, dort einen etwas besseren Faust-griff erfassen, dann wieder einen grossen Spreizschritt ausführen, der eine oder gar beide Hände zu entlasten erlaubt.

Das herrliche Gefühl bei der Freikletterei ergibt sich aus diesem « Tête-à-tête » mit dem Felsen, aus diesen Augenblicken, während denen man den Seilzweiten am Standplatz, die brennende Sonne und selbst die wahrlich grandiose Umgebung vergisst.

Eine besonders schwierige Passage zwingt mich auf einem Klemmkeil auszuruhen. Das ist ein Verstoss gegen die Spielregeln und ein um so un-angenehmeres Schwächezeichen, als mir meine Umgebung wieder bewusst wird. Unvermittelt realisiere ich, wie luftig und heikel meine Position eigentlich ist. Wie gut, dass man sich selbst nicht klettern sieht und dass einem die Konzentration Scheuklappen anzieht.

Nach dieser wenig ehrenhaften, aber immerhin erholsamen Pause lasse ich die letzten dreissig Meter in Dülfer- und Klemmtechnik folgen. Eine kurze, kompakte Mauer, die mit technischer Kletterei auf Bohrhaken überwunden wird; dann der Gipfel, eine winzige, sanft gezeichnete, freundliche Kuppe. Ich bin erneut von der Schönheit dieser Welt ergriffen, die während der vergangenen Stunden zu einer unwirklichen Vor- stellung geworden ist, zu einer fliessenden Wahrnehmung, die mir nur noch sporadisch bewusst war: die Sonne auf den Achseln, die Stimme des Hintermannes, der fragt, ob er Seil nachgeben soll. Dann die Kratzer des Granits auf meinen nackten Händen oder der Schrei eines Raubvogels. In der Hitze des Gefechts verschmelzen alle Elemente, werden austauschbar und dann ausgelöscht. Die extreme Kletterei ist vor allem eine Reise in unser Inneres.

ii. mose 's tower Nach beinahe zehn Kilometern auf sandiger Naturstrasse halten wir an: wahre Felsbrocken und ein Baumstamm verbarrikadieren die Strasse. Wir werden zu Fuss weitergehen müssen. Unser Ziel, Taylor Canyon, ein kleines, verlorenes und völlig verlassenes Tal mitten in Utah, liegt weniger als zwei Marschstunden entfernt.

Unterwegs entdecken wir prächtige Hirschge-weihe - der Beweis, dass diese ausgetrockneten Hochebenen von zahlreichen Tieren bevölkert sind. Allerdings denke ich dabei auch unwillkürlich an Klapperschlangen: Es wäre sicher nicht klug, eines dieser « reizenden » Reptilien zu stören. Dies vor allem jetzt, wo wir uns so weit weg von jeder Zivilisation befinden. Wir gelangen indessen an den Rand des Canyons, ohne eine derart unerfreuliche Begegnung zu machen.

Da, uns gegenüber, inmitten des verlassenen Tals, erhebt sich plötzlich eine Felsnadel von unglaublicher Eleganz: der Mose's Tower. Seine Wände fallen allseitig senkrecht ab, und er selbst erweckt den Eindruck, der Schwerkraft zu trotzen. Ob für lange, ist jedoch eine andere Frage. Die vielen herabgestürzten und nun überall herumliegenden Blöcke bestätigen noch diesen Eindruck.

Wir seilen uns nun auf den Grund des Canyons ab, wobei wir uns zugleich davon überzeugen, dass eine Wiederaufstiegsmöglichkeit besteht. Es liegt uns wenig daran, hier unten ohne Wasser festzusitzen, nicht zuletzt, weil niemand weiss, wo wir uns aufhalten. Um die Rückkehr zu erleichtern, befestigen wir vorsichtshalber am letzten Aufschwung noch ein fixes Seil.

Über ein Geröllfeld gelangen wir zum Fusse des Turms. Eine gelb getönte, mächtig wirkende Verschneidung erhebt sich über uns. Es ist die « Schlüsselblumen-Verschneidung », die wir in Angriff nehmen wollen. Die Überwindung der ersten Stelle ( mit Schwierigkeitsgrad 5.11 ) erweist sich als sehr mühsam, da es im Canyon völlig windstill und überdies sehr heiss ist. Zwei Längen in einem Riss und ein kleiner Pendel führen uns in die eigentliche Verschneidung. Hundert Meter fast perfekten Hochdülferns, mit einem Minimum an Ruhepunkten, erwarten uns. Lediglich die Standplätze sind ausgerüstet. Die Kletterei ist fabelhaft, ein Rausch der Begeisterung erfasst uns. Die Bewegungsabläufe folgen sich, die Linien des Felsens aber sind so rein, die Wand so steil, die Griffe so fest und die Farben so prächtig, dass jeder Augenblick davon reines Entzücken ist.

Der massive Sandstone-Felsen ist von ausgezeichneter Qualität, was in der Wüste leider nicht immer der Fall ist, eine unangenehme Erfahrung, die wir bei den « Fisher Towers»-richtige Türme aus erstarrtem Schlamm - noch machen werden. Die letzte Länge des Mose's Tower verlangt vom Kletterer, der « all-free » klettern will, grossen Einsatz. Zuerst gilt es eine Felsschuppe im Dülfer-Stil zu überwinden. Dann dringt man in die von ihr gebildete Spalte ein, um schliesslich über eine wahre Felsklinge den Ausstieg zu gewinnen.

Der Gipfel dieser fein auslaufenden Spitze ist nicht sehr breit. Nach einer kurzen Pause, während der wir eine wohlverdiente Orange essen, seilen wir über die Nordseite ab. Die Abseilstellen sind praktisch, aber unheimlich beeindruckend. Sie bringen uns über eine grosse, kompakte und leicht überhängende Platte hinunter. Zu dritt frei hängend, am gleichen Stand gesichert, bleibt uns nicht viel Platz. Endlich erreichen wir wieder den Grund des Canyons. Jetzt müssen wir nur noch am fixen Seil entlang hochsteigen, die Wand, die auf das Plateau führt, erklettern, unseren verblei- benden Wasservorrat austrinken und - immer noch durstig — die zehn Kilometer Naturstrasse zurücklegen, die uns von unserem Fahrzeug trennen. Als wir ankommen, ist es völlig dunkel. Aber am nächsten Morgen weckt uns erneut der strahlendste Sonnenschein.

III. DEVIL'S TOWER In einer langen, ganztägigen Autofahrt durchqueren wir die hitzeflimmernden Wüsten von Utah, um schliesslich in die grossen Ebenen von Wyoming zu gelangen. Die Strecke bietet keine eigentlichen Höhepunkte, ist aber dennoch ziemlich beeindruckend. Die Strasse scheint sich schnurgerade in der Unendlichkeit zu verlieren. Zu beiden Seiten erstreckt sich eine karge, semia-ride Landschaft, deren Grasflächen von mehr oder minder üppig wachsenden Buschgruppen durchsetzt sind. Ein paar vereinzelte Hügelzüge unterbrechen hier und dort die Monotonie des Geländereliefs. Der Tachometer steht auf fünfundfünfzig Meilen, was etwa neunzig Stundenkilometern und damit der in den USA zugelassenen Höchstgeschwindigkeit entspricht. Das ist wohl nicht gerade schnell. Wenn man jedoch stets geradeaus fährt, folgen sich die Meilensteine recht rasch. Auf den Strassentafeln erscheint nun neben der Nummer ein kleiner Pferdewagen. Er soll uns daran erinnern, dass mutige Pioniere auf ihrem Weg nach Westen die grossen Ebenen von Wyoming mit Pferd und Wagen durchquert haben. Wir fassen wieder Mut - auch die Pioniere haben ja die Rocky Mountains erreicht, also werden diese grossen Ebenen bestimmt ein Ende nehmen.

Durchgangsstädte, manchmal fast ganz aus Wohnwagen bestehend, säumen unsere Strasse.Von Zeit zu Zeit halten wir an, um aufzutanken, um im « Coffee-shop » eine Kleinigkeit zu essen und um uns im Supermarkt mit Lebensmitteln einzudecken. Die Wohnwagen ermöglichen der Bevölkerung von Wyoming, unter Mitnahme ihres « Hauses » problemlos umherzuziehen. Tat- sächlich sind viele Leute in dieser Gegend nur temporär beschäftigt und deshalb gezwungen, oft den Wohnort zu wechseln. So werden wir u.a. auch von einem Haus überholt, das von einem « Truck », einem Superlastwagen, transportiert wird. Dem können wir mit unserem kurzatmigen Kleinlaster nur neidisch nachblicken.

Mitten in der Ebene überrascht uns die Dunkelheit. Es regnet, und wir finden weder einen Baum noch ein verlassenes Haus oder eine Höhle als Unterschlupf. Wo sollen wir denn übernachten? Nach ein paar Stunden Fahrt, die wir, müde wie wir sind, halb schlafend hinter uns bringen, kommt mir eine glänzende Idee: Warum biwakieren wir nicht unter der Brücke, die wir soeben in flottem Tempo passiert haben? Wir machen rechtsumkehrt, parkieren das Auto und begeben uns unter den Brückenbogen. O Wunder! Am Rand der Sümpfe erstreckt sich ein kleiner Sandstrand, der uns als Bett willkommen ist. Am.nächsten Morgen machen wir allerdings eine makabre Entdeckung: Wir haben die Nacht neben dem halb verwesten Kadaver eines Rehs zugebracht. Bald befinden wir uns wieder auf dem Weiterweg. Bereits wechselt das Landschaftsbild. Waldige Höhen haben die Ebene abgelöst, und schon taucht der « Devil's Tower », das Ziel unserer Reise, vor uns auf.

Alle seine Wände lassen sich erklettern, wobei sich vor allem die zahlreichen Verschneidungen anbieten, die den Berg in seiner ganzen Höhe durchziehen. Eine Kiowa-Legende erzählt, dass sich junge Indianer, von einem riesigen Bären verfolgt, auf dem Gipfel des Devil's Tower in Sicherheit gebracht hätten. Das Tier habe dann mit seinen Tatzen die Wände zerfetzen wollen, um an sie heranzukommen. Auf diese Weise seien die Verschneidungen und Risse entstanden.

Der Ort ist zu einem Nationalpark geworden, der, wie das Yosemite, ganz im amerikanischen Stil organisiert ist. Ein geteerter Weg führt um den Berg herum und ermöglicht einen bequemen Zugang. Nachdem wir praktisch alle Wände des Turmes erklettert haben, glaube ich, dass die Westwand die schönste und Togley Woods die interessanteste Route von allen ist. Obschon sie nur einen Schwierigkeitsgrad von 5.9 aufweist, erscheint sie uns dafür besonders beeindruckend. Sie vereinigt die charakteristischen Merkmale aller Routen dieses Turmes auf sich. Nur drei Seillängen, aber was für Längen! Bei der ersten handelt es sich um eine Art steile Verschneidung ohne gute Griffe. Die Absicherung erfolgt auf kleinen Klemmkeilen, die uns mit Wehmut an die schönen grossen Bohrhaken am Salève denken lassen. Die zweite Länge ist unendlich: Ein fünfzig Meter senkrecht sich hochziehender Riss, der nur wenig breiter als eine Faust ist. Hier verleihen die « Friends » und die breiten « Hexentrics » die notwendige Sicherung. Jedoch erweist es sich oft als schwierig, anzuhalten, um sie zu setzen. Zudem verringert sich der Vorrat viel zu rasch. Wenn mein Gewicht gegen Schluss der Seillänge auch merklich abnimmt, so erfordert es nicht wenig Geschicklichkeit, um meine letzten ( und zu kleinen ) Keile zu legen. Um das Ganze noch zu krönen, sind wir auf fünfundvierzig Meter angeseilt, so dass meine beiden Seilgefährten bereits nachkommen müssen, bevor ich den Standplatz erreicht habe. Dieser ist glücklicherweise gut ausgerüstet und wird mit unverholener Freude begrüsst.

Während dreier Tage bleiben wir beim Devil's Tower. Wir schlafen in einer alten, verlassenen Schule, wo wir Schulbücher aus dem Jahr 1939 entdecken. In der Nacht senkt sich über unsere Schlafstätte eine düstere Atmosphäre, heraufbeschworen durch die merkwürdigen Geräusche, die der Wind durch Hin- und Herbewegen eines dünnen, weissen Vorhangs verursacht. Jeden Abend begeben wir uns in den Saloon, um die einheimischen Cowboys zu treffen. Grosse Hüte, Henkersminen, kurzes Auftauchen einer jungen Squaw, amerikanische Folkmusik aus der Juke-box: Die Zeiten haben sich geändert seit dem Eintreffen der ersten Pioniere, aber der amerikanische Westen hat noch nicht alle seine Traditionen eingebüsst. Das Dorf hat nur 7 Einwohner: der Wirt ( der in der Hochsaison auch Lebensmittel und Souvenirs verkauft ), ein Camping-Besitzer, eine Squaw und ein paar Rancher. Die Vereinigten Staaten sind manchmal doch sehr verschieden von der Vorstellung, die man sich üblicherweise von ihnen macht: Wolkenkratzer, das Durcheinander der Grossstadt, dichtgedrängte Autobahnen usw. Glücklicherweise ist die Wildnis noch beinahe intakt. Ihre grossen Ebenen werden immer da sein, um Träume und Abenteuerlust in uns zu wecken.

Aus dem Französischen übersetzt von E. Blaser, Bern

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