E. T. Compton. Jürgen Brandes/Sibylle Brandes

Jürgen und Sibylle Brandes

E. T. Compton

Bergverlag Rother 2007, ISBN 978-3-7633-7049-8. Fr. 119.– Er gehörte nicht zu den grossen Wegbereitern der Alpenmalerei wie Caspar Wolf, war kein Genie wie William Turner, kein kraftvoller Inszenierer wie Charles Bertier und kein Erneuerer wie seine Zeitgenossen Hodler und Segantini. Aber kaum ein Maler hat sich derart intensiv und systematisch mit den Alpen und dem Hochgebirge auseinandergesetzt wie Edward Theodore Compton ( 1849–1921 ). Der Engländer, der jung nach Kontinentaleuropa umsiedelte und noch nicht 20-jährig beim Anblick von Eiger, Mönch und Jungfrau den Entschluss fasste, Bergmaler zu werden, schuf im Verlauf einer langen Karriere unzählige Ölbilder und Aquarelle aus fast allen Regionen des Alpenbogens. Dank seinem weitgehend naturalistischen, nur selten idyllisierten Stil fand Compton – zu einer Zeit tätig, als die Fotografie technisch noch nicht restlos überzeugte – mit seinen realistischen Bergansichten rasch Anklang in der Bergsteigerszene.. " " .Viele seiner Werke dienten als Vorlagen zur Illustration von Bergbüchern und alpinen Zeitschriften. Nun sind über 600 seiner Werke zwischen zwei grossen Buchdeckeln versammelt – eingeleitet durch erhellende Begleittexte zur Figur von « E.. " " .T .», der auch ein guter Bergsteiger war. Wer im 392 Seiten dicken und über drei Kilogramm schweren Wälzer blättert, wird auf eine reizvolle Reise durch die Alpen mitgenommen, die nicht bloss vor berühmten Sehenswürdigkeiten ( 16 Versionen des Matterhorns ) haltmacht, sondern auch in weniger bekannte Winkel führt, schöne Dorfansichten vermittelt und immer wieder Bergsteiger-Action aufblitzen lässt.

Marco Volken, Zürich

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