Ein Flugsandverein?

Noch vor nicht viel mehr als 60 Jahren war der SAC ein Verein, dem vor allem gut gebildete, gut betuchte Männer, beitreten konnten. Dann wandelte sich der SAC zu einem Verein, dem jeder Berg­begeis­terte beitreten konnte. Die Aufnahme erfolgte allerdings noch ganz bewusst mit einer Vorstellung und Empfehlung in den Sektionsversammlungen. Eine gute Entwicklung! Dann tat sich der SAC lange schwer mit der Akzeptanz der Frauen, bis diese dann doch endlich aufgenommen wurden. Eine gute Entwicklung! Später kamen immer mehr Möglichkeiten dazu: Klettern in der Halle, Berg­stei­gen im Renntempo, gute JO und Tourenleiterkurse, sicher vor allem auch für junge Mitglieder eine gute Entwicklung. Leider schlich sich aber auch im SAC bald die verbreitete Mentalität des immer mehr, immer mehr, mit einer gleichzeitigen Anonymisierung ein. Heute kann sich jeder im Internet für den Eintritt in den SAC anmelden. Nur gerade 1/3 sind noch aus dem Einzugsgebiet der Sektion, man lernt sich also überhaupt nicht mehr kennen. Man will in den SAC, um günstig in den Hütten zu übernachten oder auch um gute Kurse zu besuchen, aber sicher nicht um bei all den Aufgaben, die sich in einer solchen Organisation auch stellen, mitzuhelfen.

Heute versucht unser Vorstand erfolglos, vier verwaiste Vorstandschargen neu zu besetzen. Ist der SAC nun ein Verein, der zwar sehr gross geworden ist, aber in dem sich vor allem sehr viel «Flugsand» angesammelt hat? ist das eine gute Entwicklung?

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