Eine Mitgliedschaft mit oder ohne Zeitschrift

Zum Editorial Viel Berg für Fr. 14.50,«Die Alpen» 01/2020

Alexandra Rozkosny glaubt tatsächlich, 303 000 begeisterte Leser zu haben – eine herbe Enttäuschung für mich, da keine Besserung in Sicht ist. Ich bin vor allem Mitglied des SAC und erhalte zusätzlich eine unerwünschte Zeitschrift mit exzessiver Werbung, die ich zwingend auch in gedruckter Form erhalten muss. Seit Jahren befürworte ich eine Einstellung des Zwangsabonnements der Zeitschrift «Die Alpen», wie zum Beispiel in Frankreich, wo man die Wahl der Mitgliedschaft mit oder ohne gedruckte Zeitschrift hat.Aber Alexandra Rozkosny beklagt sich lieber über den Wegfall der Werbeeinnahmen, wie wenn der einzige Grund für die Zeitschrift eine ergiebige Geldquelle dank Werbung wäre. Ich kann da nur hoffen, dass die Werbeeinnahmen noch schneller wegfallen. Immerhin, ein erster Schritt ist getan, ich erhalte nun weniger Ausgaben der Zeitschrift.

Stellungnahme der Redaktion

Mir ist klar, dass längst nicht alle Mitglieder die Zeitschrift erhalten möchten. Bei über 300 000 Leserinnen und Lesern ist es schlicht unmöglich, allen Interessen und Geschmäcken gerecht zu werden. Entgegen der Meinung von Herrn Hässig können Mitglieder jederzeit die Zusendung der Zeitschrift per Mail an mv(at)sac-cas.ch sistieren lassen. Da die Zeitschrift aber eine integrierte Dienstleistung des SAC ist, verändert sich der Mitgliederbeitrag nicht. Das war nicht immer so. Bis 2004 konnten die SAC-Mitglieder wählen, ob sie die Zeitschrift abonnieren wollten. Das Abo kostete damals 24 Franken für 12 Ausgaben. 2005 beschloss die Abgeordnetenversammlung,die Kosten der Zeitschrift ins Gesamtbudget zu integrieren. Unser Ziel ist es, möglichst vielen Berggängern möglichst viel Service und Hintergrund zu bieten. Inserateeinnahmen finanzieren etwa einen Drittel des Gesamtbudgets. Sie erlauben es uns, vertiefte Recherchen zu Sicherheitsthemen, Tourentipps usw. zu finanzieren. Gewinn machen wir keinen.

Alexandra Rozkosny, Chefredaktorin «Die Alpen»