Eine süditalienische Erstbeschreibung Historischer Moment

In den Herbstferien nach Süditalien – ma certo! Klettern auf Sardinien, wandern auf Sizilien, (sonnen)baden überall. Im Herbst sind einige Küstengebiete fest in Schweizer Hand. Einer der Vorgänger heisst Armin Baltzer ­(1842-1913), eingewanderter Deutscher aus Sachsen, später Professor für Geologie und Mineralogie an der Universität Bern, Mitglied des SAC seit 1866, Wintererstbesteiger des Titlis. Im Herbst 1873 bereiste er die Liparischen Inseln und ­Sizilien und schrieb im neunten Jahrbuch des Schweizer Alpenclub als Erster über den Ätna. Grund dafür: «Eine Bergwelt von anderer Form, Zusammensetzung und Entstehung zu behandeln, um dadurch die einheimische in desto klareres Licht zu setzen.» Am 18. Oktober 1873 steht Baltzer mit dem einheimischen Führer Giuseppe Anastasio nach zweitägigem Aufstieg von Nicolosi am Kraterrand auf 3230 Metern über dem Mittelmeer, leider im Regen, im Nebel und in «Wasserdampfausströmungen». Sein Tipp: «Wer den Aetna besteigen will, braucht sich, sofern er nur gut zu Fuss ist, weder vor Schwierigkeiten noch vor zu grossen Kosten zu scheuen.» Aber die Sonne sollte auch mitmachen.

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