Einsatz der Bergbevölkerung

Zum Editorial «Der Preis der Landschaft» in «Die Alpen 9/2015»

Der Preis der Landschaft ist in der Tat hoch. Er besteht aber nicht nur aus Subventionen, sondern auch aus dem Willen, der Motivation, den Ideen und der Arbeit der Bergbevölkerung, wenn es darum geht, ihre Landschaften als Lebens-, Wirtschafts-, Kulturraum und ebenso als Erholungsraum zu erhalten. Sie schützen das Land vor Unwetterschäden, schaffen Arbeitsplätze, sorgen sich um gute Schulen, pflegen die Umwelt, investieren in die Infrastruktur, sodass Familien eine langfristige Lebensgrundlage finden. Dass die Initiative von den Bewohnerinnen und Bewohnern kommt, ist wohl entscheidend für die Wirkung. Dieser Einsatz wird enorm geschätzt. Deshalb unterstützt die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden finanzschwache Berggemeinden. Jedes der umfangreichen Projekte, die sie Jahr für Jahr zusammen mit ihren Gönnerinnen und Gönnern, mit Städten und Gemeinden, Unternehmen und Stiftungen realisiert, ist gleichzeitig eine Chance, dieses Verbindende sichtbar zu machen. Gerade in der heutigen Zeit, wo so viel von auseinanderstrebenden Interessen, auch von Stadt-Land-Gegensätzen, die Rede ist, sind solche Beispiele der Solidarität äusserst wichtig. Die Spenden nehmen von Jahr zu Jahr zu. Jährlich sind es zurzeit rund 20 Millionen Franken, welche die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden vermitteln kann – in den 75 Jahren seit der Gründung kamen insgesamt über 550 Millionen Franken zusammen. Dieses Engagement zeigt uns immer wieder, dass das Vertrauen der Bevölkerung nicht nur in unsere Institution gross ist, sondern auch in den Einsatz der Bergbevölkerung für eine funktionierende, intakte und schöne Landschaft.

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