Expedition: Höhenkrankheit

Ein Dutzend Schweizer Höhenmediziner sowie Forscher der Universitätsklinik Leipzig ziehen im Oktober 2013 für vier Wochen nach Nepal, um neue Erkenntnisse zur Höhenkrankheit zu erlangen. Momentan sucht die Expeditionsleitung 40 Bergsteigerinnen und Bergsteiger, die sich für Untersuchungen zur Verfügung stellen.

Nach drei Forschungsexpeditionen zur Shishapangma, Tibet (2001/8013 m), auf den Muztagh Ata, China (2005/7546 m), und auf den Peak Lenin an der Grenze Kirgistan/Tajikistan (2009/7134 m) plant der Verein Swiss-Exped derzeit eine vierte Expedition. Ziel für 2013 ist der Himlung Himal (7126 m) nordöstlich der Annapurna-Kette. Vor, während und nach der Expedition testet das Forscherteam die Bergsteiger. Vorgesehen sind Blutentnahmen, Organtests und umfangreiche Ultraschalluntersuchungen, besonders an Herz und Lunge. «Wir suchen nach Anpassungsvorgängen im Hirn und Hinweisen dafür, ob die Höhe und der damit verbundene Sauerstoffmangel im Hirn bleibende Veränderungen mit sich bringen», erklärt Tobias Merz, leitender Arzt für Intensivmedizin im Berner Inselspital und Mitglied der Expeditionsleitung. Weitere Forschungsfelder sind die Lungenfunktion, höhenbedingte Entzündungsreaktionen sowie Gerinnungsveränderungen, also die Thrombosengefahr im Blut, die während des Aufstiegs auftreten kann. «Wir suchen keine Superbergsteiger – aber solche mit Bergerfahrung und gutem Charakter», so Expeditionsleiter Urs Hefti. Auf die Expeditionsteilnehmer warten sportliche und psychische Herausforderungen, aber ebenso ein unvergessliches Erlebnis. Mehr Informationen unter: www.swiss-exped.ch. Ein Informationstag ist am 28. Oktober in Bern geplant.

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