Fast ein Rekordsommer Hüttenstatistik 2018

Die 153 SAC-Hütten haben im vergangenen Jahr knapp 343 000 Übernachtungen verzeichnet, das sind fast 13% mehr als im Jahr zuvor. Im Zehnjahresvergleich ist dies  das zweitbeste, in der ganzen Geschichte der SAC-Hütten das drittbeste Ergebnis.

Man soll zwar sparsam mit Superlativen umgehen, aber die Sommersaison 2018 endete für die SAC-Hütten beinahe mit einem Rekordergebnis: 278 553 Übernachtungen wurden zwischen dem 1. Mai und dem 31. Oktober in den geöffneten Hütten verzeichnet, das sind rund 3000 weniger als im bisherigen Rekordsommer 2009.

Sommer-Sieger

Die Chamana Jenatsch wurde im Sommer 2018 geradezu überrannt. Ihre Übernachtungszahlen sind um 40,85% auf 2910 Übernachtungen gestiegen. Im Sommer 2017 hatten «nur» 2066 Gäste in der SAC-Hütte im Val Bever übernachtet. Auch in vielen anderen Hütten sind die Übernachtungen um 30% und mehr gestiegen.

Praktisch ab Mitte Juni herrschten bis in den Herbst lang anhaltende Schönwetterperioden mit aussergewöhnlich hohen Temperaturen. Das brachte gewissen Hütten Zuwächse von 50% und mehr gegenüber dem Vorjahr. Alle Regionen profitierten von diesen hervorragenden meteorologischen Bedingungen, wenn auch in unterschiedlichem Masse. Am deutlichsten zulegen konnten die Hütten in den Glarner und St. Galler Alpen sowie im Alpstein (+33,5%), gefolgt von den Hütten im Berner Oberland (+31,5%), in der Zentralschweiz (+19,4%), in Graubünden (+ 16,4%), im Tessin (+8,2%) und im Wallis (+7,1%).

Volle Kassen

Hüttenbesuchende liessen es sich gut gehen. Pro Übernachtung gaben sie durchschnittlich Fr. 65.20 aus. Darin enthalten sind auch die Konsumationen der Tagesgäste. Vor zehn Jahren waren es erst Fr. 56.–.

Unterdurchschnittliche Wintersaison

Etwas enttäuschend verlief die Wintersaison 2017/2018. Insgesamt mussten Einbussen von 3,8% hingenommen werden. Die insgesamt 64 433 Übernachtungen entsprechen dem zweitschlechtesten Resultat der letzten zehn Jahre. Obwohl in den Alpen reichlich und lange Schnee lag, spielte das Wetter insbesondere am Osterwochenende nicht wunschgemäss mit. Einzig die Hütten in den Bündner Alpen (+11,7%), in den Glarner und St. Galler Alpen (+6,9%) sowie in der Zentralschweiz (+2%) konnten ihre Vorjahreszahlen übertreffen. Das Tessin (-62,2%), das Berner Oberland (-3,9%) und das Wallis (-11,6%) büssten Übernachtungen ein.

Der Blick in die Kassen nach Saisonende macht die Strapazen der zahllos aufeinanderfolgenden Tage mit voll belegten Schlafplätzen und Tausenden von Tagesgästen schnell vergessen: Zum ersten Mal überhaupt wurden in den Hütten mehr als 30 Millionen Franken umgesetzt. 8,2 Millionen Franken mit Übernachtungen und 22,3 Millionen Franken mit Essen und Getränken. Dem zentralen Hüttenfonds SAC fliessen damit fast 1,8 Millionen zu.

Volle Hütten

Das Glarnerland und die St. Galler Alpen verzeichneten letzten Sommer 33,5 % mehr Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr. So viele mehr wie kein anderer Kanton. Das heisst auch: Hier hatten die Hüttenteams am meisten zu tun.

Rege Investitionstätigkeit

2018 wurden fünf Bauvorhaben mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund elf Millionen ausgeführt oder in die Wege geleitet. Komplett oder teilsaniert und erweitert wurden die Albert-Heim-Hütte SAC, die Binntalhütte SAC, die Capanna Cadlimo CAS und die Hüfihütte SAC. Vorarbeiten erfolgten in der Capanna Piansecco CAS, die im Sommer 2019 erweitert wird. Daneben flossen rund drei Millionen Franken in den Unterhalt der Hütten und in die Instandhaltung der Hüttenzustiege.

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