Geologisches Phänomen im Negev

Nicht nur in den Alpen sind Berge beeindruckend. Auch in Wüstenlandschaften faszinieren sie, trotz fehlender Gletscher und sprudelnder Bergbäche. Der Negev im Süden Israels, begrenzt vom ägyptischen Sinai im Westen und Jordanien im Osten, ist mit seinen 13000 km2 ein abwechslungsreicher Landstrich: kahle Berge und verborgene Täler, steile Schluchten und Sanddünen.

Im ursprünglichen Sinn bedeutet Wüste ein verlassenes Land, in dem Menschen und Nutztiere wegen des Fehlens von ausreichender Nahrung nicht dauernd leben können. Der nackte Boden, durchsetzt von Grasbüscheln, dominiert. Obwohl der spärliche Regen sofort verdunstet, Vertikaler Basaltgang in der Negevwüste gibt es auch in der Wüste Grundwas-ser- unterirdische Flüsse, deren Wasser aus regenreichen, Hunderte von Kilometern entfernten Gebieten stammt.

Für den Bergwanderer ist die Negevwüste ein faszinierender Ort mit uralten Wegen, menschenleeren Gegenden und bizarren Landschaftsformen. Im Zintal der Negevwüste finden sich besonders interessante geologische Phänomene wie dieser vertikale Basaltgang. Dieser entstand durch Eindringen und Erstarren von rund 1200 °C heisser Basaltlava in eine Zerrspalte der umgebenden Sedimentgesteine. Diese erdgeschichtlich jungen Basaltgänge bezeugen die geologische « Unruhe » in diesem Grenzgebiet der afrikanischen und eurasischen Erdplatten.

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