Hochwinterliche Etzelzusammenkunft

Die 92. Etzelzusammenkunft vom Sonntag, I. Dez. 1996, fand nach längerer Zeit wieder einmal unter hochwinterlichen Verhältnissen statt. Thema des diesjährigen Referates, gehalten vom Chef Ressort Natur/Infrastruktur im CC Basel, Thomas Tschopp, war die Frage « Braucht der SAC eine neue Hüttenpolitik ?» Hatten in der Vergangenheit oft mehr frühlingshafte Verhältnisse geherrscht oder war höchstens der oberste Teil des 1098 m hohen Etzels noch etwas weiss überzuckert gewesen, konnten sich die Clubkameradinnen und -kameraden der traditionsgemäss teilnehmenden Nachbarsektionen aus dem Zürichseegebiet und der Zentralschweiz auf dem Gipfel des schönen Aussichtsberges diesmal an einem guten halben Meter Schnee erfreuen. Die stets mit einem Vortrag zu einem aktuellen clubpolitischen oder bergsportlichen Thema aufwartende Zusammenkunft in der gemütlichen Gaststube des Etzelkulm-Restaurants hatte wieder viele Interessenten angelockt. Um 11.30 Uhr konnte Caspar Streuli, Vizepräsident der gastgebenden Sektion Hoher Rohn, das kameradschaftliche Treffen programmgemäss eröffnen.

schen den Forderung nach einer zentralen Steuerung und den föderalistischen bzw. mehr regional orientierten Bedürfnissen der Sektionen. In einem instruktiven Rundgang informierte der Referent über die Aufteilung der Hütten unter den Sektionen, wies auf die spezifischen und damit besonders kostspieligen Bauauflagen im Hochgebirge hin, erwähnte die steigenden Bedürfnisse im Infrastruk-turbereich und leitete daraus den Finanzbedarf ab, der für die Erhaltung der bestehenden Hütten aufgewendet werden müsste. Eine detaillierte Analyse der Ausgaben und der Einkünfte ergibt, dass erstere gesenkt und letztere erhöht werden müssen -nur dann lässt sich das bestehende Hüttennetz erhalten. Eine Arbeitsgruppe ist nun eingesetzt, die konkrete Lösungsvorschläge erarbeiten wird. Die offenen und informativen Worte von Thomas Tschopp wurden mit grossem Applaus verdankt.1 Abschluss der Etzel-Tagung Das Gehörte gab unter den Anwesenden Anstoss zu zahlreichen angeregten Diskussionen. Diese wurden meist nicht einmal unterbrochen, als die für ihre Qualität weitherum bekannte Berner Platte des Etzelwir-tes Ruedi Schneider aufgetragen wurde. Mit kameradschaftlichem Ausklang, dem Austausch von vielerlei Bergerinnerungen und der allgemein geäusserten Hoffnung auf eine wettermässig begünstigtere Tourensaison 1997 fand die Etzelzusammenkunft ihren Abschluss.

c s o.

1 Eine ausführliche Fassung des hier nur stichwortartig wiedergegebenen Referates von Thomas Tschopp findet sich auf S. 38 des vorliegenden Heftes.

Aussicht vom tiefverschneiten Etzelkulm gegen Süden zum Sihlsee und ins Gebiet der Mythen ( ganz rechts ) und des Hoch Ybrig e 01 a >rt-iand /ettkJgnpf klettern Irramncata libera di competizione Escalade libre / Compétition :ür Skiàpurenfahrer, Berg-5teigemind -wanderer »er 1'aSinista, lo sciatore rescissioni sta'our rUpiniste, le skieur le randonneur

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