Jagdgesetz kommt vors Volk

Das Jagdgesetz wurde 2019 revidiert. Nun haben Naturschutzorganisationen das Referendum gegen diese Revision zustande gebracht. Bei der Volksabstimmung am 17. Mai wird es vor allem um den erleichterten Abschuss des Wolfs gehen. Der SAC gibt keine Abstimmungsempfehlung ab, weil es für den Verband kein Kernthema ist und die Meinungen weit auseinandergehen. Ein Aspekt der Revision betreffe den SAC aber direkt, sagt Philippe Wäger, Ressortleiter Umwelt und Raumentwicklung im SAC. Es sei die Umbenennung der Jagdbanngebiete in Wildtierschutzgebiete. Der SAC habe sich in der Vernehmlassung gegen diese Umbenennung ausgesprochen, weil er damit neue Einschränkungen bei der Ausübung von naturnahem Bergsport befürchtet habe. Die zuständigen Bundesrätinnen hätten in der Debatte jedoch betont, dass keine neuen Einschränkungen – wie Weggebote im Sommer – geplant seien.

Schneehühner und Birkhähne sind im revidierten Jagdgesetz weiterhin jagdbar, was Philippe Wäger bedauert: «Man hat mit der Revision die Chance verpasst, national prioritäre Arten eidgenössisch zu schützen.» Die Jagd auf diese Vögel sei nicht mehr zeitgemäss, vor allem, wenn man gleichzeitig Zugangsbeschränkungen zum Schutz dieser Arten erlasse, sagt er.

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