Jahr ohne Sommer Übernachtungsstatistik SAC-Hütten 2014

Der verregnete Sommer 2014 beschert dem SAC das schlechteste Hüttenjahr der letzten zehn Jahre: Die Übernachtungszahlen brachen regelrecht ein.

Von Anfang November 2013 bis Ende Oktober 2014 mussten die 152 SAC-­Hütten Einbussen von 6.5% hinnehmen. Insgesamt registrierten sie nur 301 064 Übernachtungen. Damit war 2014 das schlechteste Hüttenjahr der vergangenen zehn Jahre.

Die Wintersaison von Anfang November 2013 bis Ende Mai 2014 verlief zwar erfreulich: 77 974 Personen übernachteten in den SAC-Hütten, das bedeutet eine Steigerung von 17.4% gegenüber dem Vorjahr. Das ist das drittbeste Ergebnis der letzten zehn Jahre. Am meisten profitierten die Hütten im Tessin, wo Rekordschneemengen verzeichnet wurden, und zwar mit einer Steigerung der Übernachtungszahl um 64,1%. Aber auch die Hütten im Berner Oberland und in den Bündner Alpen (+24,1% resp. +23,7%) konnten die Übernachtungszahlen im Winter überdurchschnittlich steigern.

Ernüchterung machte sich in der Sommersaison breit. Insgesamt zählten die Hüttenverantwortlichen im Sommerhalbjahr 223 090 Übernachtungen, was einem Rückgang von über 12,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im zehnjährigen Vergleich ist das die schlechteste Sommersaison überhaupt. Die Einbussen betrafen alle Regionen, besonders markant waren sie jedoch im Berner Oberland (-25,1%) und im Tessin (-15,1%). Dennoch: Vereinzelte Hütten vermochten ihre Sommerübernachtungen im Vergleich zum Vorjahr trotz widriger Umstände zu steigern.

Auch die in den Hütten erzielten ­Umsätze nahmen ab – wenn auch ­etwas weniger stark. Aus Übernachtungen resultieren rund CHF 6,9 Mio. (-5%), aus Konsumationen rund CHF 18,4 Mio. (-5,5%). Insgesamt wurden in den Hütten rund CHF 25,3 Mio. umgesetzt. Davon fliessen knapp CHF 1,5 Mio. in den zentralen Hüttenfonds, aus dem wiederum Unterhalts- und Erneuerungsprojekte bei Hütten mitfinanziert werden.

Rund die Hälfte der Übernachtungen gehen auf das Konto von Mitgliedern des SAC oder anderer Alpenvereine, fast 30% wurden von Nichtmitgliedern und knapp 13% von Jugendlichen und Kindern getätigt. Fast 7% sind Gratisübernachtungen von Bergführern oder Frondienstleistenden.

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