Jahresrechnung 2000

Obwohl die ZV-Mitgliederbeiträge seit Jahren unverändert bei 30 Franken liegen, wurden die Aktivitäten im Zentralverband laufend ausgebaut – was auch die Jahresrechnung 2000 widerspiegelt. Es wurden neue Finanzierungsmöglich-keiten gesucht und gefunden. Die Ertragsseite ist gegenüber dem Vorjahr um mehr als eine Million auf Fr. 11 693 105.– gestiegen. Hinter höheren Erträgen stecken mehr Aktivitäten und damit verbunden auch höhere Kosten. Diese Entwicklung muss der Zentralvorstand im Auge behalten.

Das Jahresergebnis vor Fondsverände-rung schliesst mit einem Verlust von Fr. 435 551.– wesentlich schlechter ab als budgetiert. Vorgesehen war lediglich ein Verlust von Fr. 102 800.–. Nach Ausgleich der Rechnung über die drei zweckgebundenen Fonds Hütten, Zeitschrift und Verlag resultiert eine Abnahme der frei verfügbaren Reserven von Fr. 272 232.– gegenüber einer budgetierten Zunahme von Fr. 17 254.–. Im Wesentlichen sind dafür Mindereinnahmen von Fr. 77 000.– bei den Mitgliederbeiträgen und Zinsen sowie Mehrausgaben von Fr. 138 000.– bei den übrigen Bürokosten verantwortlich.

Das Gesamtvermögen des Clubs nimmt um Fr. 1146435.– ab. Hauptursache dieser Abnahme ist die Auszahlung des Ettingerfonds im Betrag von Fr. 905 666.– an die Sektion Davos. Die eigentliche Vermögensabnahme beträgt demzufolge Fr. 240 769.–.

Obwohl die Mitgliederzahl im Jahr 2000 wieder um rund 1000 zugenommen hat, stieg die Summe der Mitgliederbeiträge nur unwesentlich an, da wir auch zunehmend mehr Veteranen haben, die von der Beitragsbefreiung profitieren. Es resultiert gegenüber dem Budget ein Fehlbetrag von Fr. 76 846.–. Für die Zukunft ist das Budget Mitgliederbeiträge konsequent auf der Höhe des Vorjahres zu belassen.

Die Einnahmen aus Dienstleistungen der Mitgliederverwaltung wurden im Rahmen der Budgetierung noch als Auf-wandminderung der Position übrige Bürokosten verbucht. Verrechnet man die Mehreinnahmen von Fr. 153 230.– mit den Mehrausgaben übrige Bürokosten von Fr. 291 291.–, so verbleiben effektive Mehrausgaben von Fr. 138 061.–. Diese Budgetüberschreitung wurde durch zusätzliche notwendige Aufwendungen in der EDV, beim Projekt Internet und in der Mitgliederverwaltung verursacht.

Im Bereich Ausbildung stehen den Mehreinnahmen von Fr. 97083.– Mehrausgaben von Fr. 50 512.– gegenüber, was heisst, dass sich die Neuorganisation des Ausbildungswesens auch finanziell bewährt. Etwas anders präsentiert sich die Situation im Tourenbereich. Den höheren Einnahmen von Fr. 69 236.– stehen höhere Ausgaben von Fr. 89 710.– gegenüber. Da das neue Tourenkonzept mit marktkonformen und kostende-ckenden Preisen per Saison 2001 eingeführt wurde, wirkt es sich erst auf die nächste Rechnung aus.

Die Jugend inkl. J+S-Kursen hat gegenüber dem Budget ebenfalls Mehrausgaben verursacht: Den Mindereinnahmen von Fr. 32116.– stehen Mehrausgaben von Fr. 31 647.– gegenüber. Die Mehrkosten hat – neben höheren Aufwendungen für die J+S-Kurse – vor allem das erfolgreiche Projekt «SAC macht Schule» bewirkt.

Im Leistungssport wurde in finanzieller Hinsicht sehr diszipliniert gearbeitet. Mindereinnahmen wurden sowohl im Bereich Sportklettern wie auch im Bereich Skialpinismus durch Minderausgaben kompensiert.

Die Einnahmen der Hüttenrechnung liegen um Fr. 382 316.– höher als geplant, nicht zuletzt dank des sehr erfreulichen Ergebnisses der Spendenaktion. Der Nettoertrag der Aktion zu Gunsten der Hütten beträgt rund 350000 Franken. Der Hüttenfonds wird nach Abschluss der Kostenstelle mit Fr. 88 348.– geäufnet, vorgesehen war eine Entnahme von Fr. 141 098.–. Der Hüttenfonds steht also um Fr. 229 446.– besser da als budgetiert. Der Bereich Schutz der Gebirgswelt weist sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Aufwandseite beträchtliche Bud-getabweichungen auf. Der Mehrertrag von Fr. 44582.– basiert auf der vom ZV für das Jahr 2000 bewilligten und durch Beiträge aus anderen Ressorts mitfinan-zierten Mandatsstelle. Den Aufwandüberschuss von Fr. 67 034.– haben – neben den Kosten der Mandatsstelle – die Kommission mit Mehrausgaben von Fr. 7 000.– und Projektarbeiten (Kodex Wintertouren, Mobilitätskampagne) mit rund Fr. 10 000.– verursacht.

Die Einnahmen im Rettungswesen sind immer schwer vorhersehbar. Obwohl die Einnahmen um Fr. 133 265.– unter dem Budget liegen, leistet die Rettung dank Minderausgaben von Fr. 178 158.– einen positiven Beitrag zur Jahresrechnung. Die geringeren Einnahmen aus dem Materialverkauf schlagen sich auf der Aufwandseite in geringeren Materialbe-schaffungskosten nieder.

Aufgrund eines Inserateertrags, der gegenüber dem Budget mit Mehreinnahmen von Fr. 42 000.– zu Buche schlägt, verzeichnet die Zeitschrift im vergangenen Geschäftsjahr trotz Mindereinnahmen bei anderen Budgetposten ein Plus von insgesamt Fr. 27 000.– verglichen mit dem Voranschlag. Dabei ist allerdings zu beachten, dass im Ertrags-budget die technischen Kosten (Porti, Handling usw.) in der Höhe von Fr. 100 000.– bereits abgezogen worden sind, während diese in der vorliegenden Rechnung als Aufwand aufgeführt sind. Effektiv liegt deshalb der Inserateertrag unter der budgetierten Summe. Im Gegensatz dazu sind die meisten anderen Ausgabenposten weniger hoch als budgetiert; die Zuweisung an den Zeitschriftenfonds beläuft sich auf Fr. 2472.–, während im Budget ein Betrag von Fr. 23 032.– vorgesehen war.

Der Verkauf der SAC-Bücher konnte gegenüber dem Vorjahr um 27% gesteigert werden, der Umsatz erreichte nahezu 1,3 Mio. Franken. Dabei haben aber die Produktions- und Vertriebskosten die Budgetvorlagen teilweise überschritten, was sich zusammen mit dem gezielt angegangenen Lagerabbau negativ auf die Erfolgsrechnung auswirkt. Bei der Nachkalkulation einzelner Buchtitel hat sich zudem gezeigt, dass die Verkaufspreise nicht kostendeckend sind, sodass der SAC-Verlag diese leicht anheben muss. Nach Abschluss der Kostenrechnung muss aus dem Fonds Clubführer ein Betrag von Fr. 254 139.– entnommen werden.

Die Kulturkommission hat die Budgetvorgaben praktisch eingehalten. Da die von der Zentralbibliothek dem SAC verrechneten höheren Beiträge an die Bindekosten erst nach der Budgetierung kommuniziert wurden, fällt die Rechnung gegenüber dem Budget um Fr. 1400O.– höher aus. Verhandlungen mit der Zentralbibliothek sind im Gang, um die Kostenentwicklung wieder in den Griff zu bekommen.

Der Bereich Zentralvorstand hat gegenüber dem Budget um Fr. 30 059.– weniger Aufwand verursacht. Die Boutique wurde per 1. April 2000 neu organisiert: Auf der Ertragsseite wird nur noch die Umsatzprovision verbucht, auf der Aufwandseite fallen die Werbekosten an. Aktionen wie der Verkauf der SBB-Tageskarten werden aber ebenfalls über Aufwand- und Ertragskonten der Boutique verbucht. Insgesamt halten sich Aufwand und Ertrag die Waage. Allerdings wurden noch für ca. Fr. 10 000.– alte Boutiqueartikel zu Lasten dieser Rechnung abgeschrieben.

Von den verschiedenen Fonds besteht gemäss den Fondsreglementen nur beim Fonds Huber-Kaderli und beim Fonds Ausseralpine Forschung eine explizite Pflicht zur Verzinsung. Auf die Verzinsung der anderen Fonds wird angesichts der Abnahme der frei verfügbaren Reserven verzichtet.

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