Kalte Kriege Der schmale Grat zwischen Risiko und Realität

Der Kalte Krieg ist Geschichte, aber noch immer werden kalte Kriege gefochten. Zum Beispiel von Typen wie Andy Kirkpatrick, Frontreporter Nummer eins des aktuellen Extremkletterns. Vor ein paar Wochen nur, am 16. November 2012, hat er zum zweiten Mal den Boardman Tasker Prize for mountain literature, die höchste Auszeichnung in der Sparte Bergliteratur, erhalten. Und zwar für Cold Wars – Climbing the Fine Line Between Risk and Reality, sein zweites autobiografisches Buch. Es beschreibt epische Winterklettereien in den Alpen und in Patagonien – und gleichzeitig das Leben als Ehemann und Vater zweier kleiner Kinder. Den schier unmöglichen Spagat zwischen Fels- und Wohnwand machte Kirkpatrick sprachlich brillant in seinem Erstling Psychovertikal, der 2008 ebenfalls den Boardman-Tasker-Preis gewonnen hat. Der 1971 geborene Autor versteht es meisterlich, den Abgrund zwischen Bergleidenschaft und Alltagslüsten und -pflichten auszuloten. Diesmal noch ein paar Fuss tiefer, gerade auch, weil Ella und Ewen zu Hause warten (ihnen ist das Buch gewidmet), wenn Daddy in die Berge muss.

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