Katastrophen am Berg – Tragödien der Alpingeschichte

Bruckmann Verlag, München 2009, ISBN 978-3-7654-4862-1. Fr. 42.90

« Katastrophen am Berg – das riecht nach Reisser, nach gnadenlosem Boulevardzeitungsstil. Und gerade das möchte dieses Buch nicht, denn was hier ausgebreitet wird, ist so schon schlimm genug gewesen », schreiben Horst Höfler und Gerlinde Witt in ihrem Vorwort. Die beiden Alpinisten haben selbst gute Freunde am Berg verloren und wollen die Tragödien nicht vergessen gehen lassen, in dem sie ihre Geschichte erzählen. Das tun sie, ohne anzuklagen, mit Hintergrundwissen, mit Augenzeugenberichten und mit Bildern. Die eine Hälfte des Buches ist Naturkatastrophen vom Mittelalter bis in die heutige Zeit gewidmet. Es sind die Bergstürze von Derborence, von Goldau, Elm, Randa und die Gletscher-abrisse am Altels und beim Bau des Mattmarksees. Alles Katastrophen, die viel Leid verursachten, wo sich dann aber – die Zeit heilt viele Wunden – Naturoasen entwickelten. Die zweite Hälfte des Buches beschäftigt sich mit Schicksalen am Berg. Der Seilriss am Matterhorn, die Dramen in der Eiger-Nordwand und am Montblanc dürfen da nicht fehlen. Aber es werden auch weniger bekannte Bergdramen beschrieben, wie etwa diejenigen am Watzmann, an der Civetta, der Schlüsselkarspitze und an der Wettersteinwand. Die Unglücke werden kommentiert vom Sicherheitsexperten Pit Schubert, der unter anderem Präsident der UIAA-Sicherheitskommission war.

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