Keine Schosshündchen

Zum Artikel «Hunde im Schafspelz», «Die Alpen» 5/2015

Bis zur Ausrottung von Bär, Luchs und Wolf am Ende des 19. Jahrhunderts war es ganz normal, dass Kleinviehherden von einem Hirten und seinen Hunden bewacht wurden. Nun, da die grossen Raubtiere wieder zurückkehren, müssen wir uns wieder auf diese alte Tradition besinnen, aber das gilt nicht nur für die Herdenschutzhunde. Auch der Schäfer muss wieder anwesend sein!

Eines ist sicher: Ein Herdenschutzhund ist kein herziges Schosshündchen, sondern ein potenziell gefährliches Tier, das einem Menschen schwere, ja sogar tödliche Verletzungen zufügen kann, denn er ist kräftig und kann aggressiv sein.

Nur zur Information: Sein Kiefer entwickelt eine Beisskraft von 300 kg/cm2, also fast doppelt so viel wie ein Deutscher Schäferhund. Ich überlasse Sie jetzt Ihren eigenen, hoffentlich nicht allzu «bissigen» Überlegungen und Erfahrungen. Meiner Meinung nach darf ein Herdenschutzhund nicht ohne menschliche Aufsicht frei herumlaufen, auf keinen Fall, wenn er seine Herde hütet!

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