Keller, Bernhard Jott: Ich. Der Berg. Und Du?

Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 1994. DM 128, Wer Kellers grosszügig und gepflegt gestalteten Bildband zur Hand nimmt, macht eine Bergtour zu andern Dimensionen. Seit 1989 hat der Allgäuer Kunstmaler seine Ideen zum Phänomen Berg auf Zetteln, in Heften und in Form von Bilderzyklen festgehalten. Er sah den Berg überall, wie er im Vorwort schreibt: « Vor dem Haus, hinter dem Haus, vor der Waschmaschine, auf dem Schreibtisch, in mir und in Dir, drinnen und draußen, in Berlin genauso wie im Allgäu oder im Kopf. » Im Kapitel « Reste vom Paradies » sehen wir seine bildnerische Auseinanderung mit Soglio und den Bergeller Granitzacken, in « Auf's Horn genommen » hat er berühmte Berge gezeichnet: keine plakativen Malereien freilich, sondern ein Dickicht von farbigen Flächen und Linien, in dem wir plötzlich das Matterhorn erkennen. Erweitert wird Kellers Sicht des Berges durch kurze Texte verschiedener Autoren; vor allem die Gedichte Christoph Schwarz'überzeugen durch ihre Form. Eine andere Dimension erschliesst auch die Liste der Bergnamen, die uns der Bildkünstler als « Reizwort-Krimi » zum Weiterspinnen präsentiert: « Geiger. Hafner. Kramer, drei Schwestern. Einstein. Spießer. Spital, toter Mann. Mönch. Beil. Bischof. Saukopf. Jungfrau. Blässe. Misthaufen, kotzen. Kirche. Kugel. unnütz, silbern. » Daniel Anker, BernEinen Monat zuvor hatte am gleichen Berg ein ausgerutschter Teilnehmer einer angeseilten Führerpartie die ganze fünfköpfige Seilschaft mitgerissen. Der Sturz endete in einer Gletscherspalte. Fazit: 3 Tote, 2 Verletzte.

Soll beim Einsatz der Pickelbremse auf Hängen mit verfirnter oder vereister Oberfläche die Haue ( bisherige Lehrmeinung ) oder die Schaufel eingesetzt werden?

Sommerliche Verhältnisse am Grünegghorn; Blick gegen das Aletschhorn war praktisch mein einziger Gedanke: « Du musst den Pickel einrammen ». So habe ich ausschliesslich die Lage des Pickels und die aufspritzenden Firn-splitter wahrgenommen.

Problemstellung Mit meiner eher kleinen Hand halte ich den Pickel nicht am Kopf, wie dies P. Schubert oder W. Müller zeigen, sondern umfasse die Haue. Beim Abrutschen greift dann meine zweite Hand nicht an den Schaft, wie sonst empfohlen, sondern an den Schaufelhals. Andernfalls - so scheint es mir wenigstens - gerät der Schaft leicht in die Querlage ( vgl. Abbildung bei Schubert ) und die Haue entsprechend in die flache Seitenlage mit der erwähnten geringeren Bremswirkung. Man mag spekulieren, ob im flacheren und weicheren unteren Firn schliesslich auch die Haue genügt hätte und dass beim Einsatz der Schaufel die Verletzungsgefahr durch die aufragende Haue grosser ist. Geht es ums Leben, kümmern Verletzungen wenig. Es würde mich interessieren, ob Kameraden gleiche Erfahrungen gemacht haben. Was ist nun vorzuziehen: Haue oder Schaufel als Bremse?

Hans Streuli, Goldach

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angeboten wird, ist bereits ein Durchbruch gelungen. Bei den andern Out-door-Freizeitbetätigungen muss sich jeder Bergführer und jeder Bergführerverein anstrengen, nicht zuviel Boden gegenüber irgendwelchen anderen Organisationen zu verlieren, die ebenfalls erlebnisbetonte Aktivitäten in den Bergen anbieten. Gerade hier hat der Gast aber auch das Recht, vor einer Tour oder vor der Buchung einer mit einer Führungstätigkeit verbundenen Leistung das Bergführerpatent oder den Eidgenössischen Fähigkeitsausweis einzusehen.

Professionelle Führung angestrebt So wie der einzelne Bergführer sich in Angebot und Leistung anstrengen muss, mit der Zeit zu gehen, genau so gilt dies für den Schweizerischen Bergführerverband als Ganzes. Entsprechend soll der SBV professionell geführt werden. Dazu braucht er aber auch die geeignete Person. Nachdem man sich im SBV während zweier Jahre mit der damit verbundenen Einrichtung einer permanenten Geschäftsstelle auseinandergesetzt hat, ist nun das Geschäft soweit vorbereitet, dass an der Delegiertenversammlung im November 1996 ein Beschluss gefasst werden kann.

Vor 30 Jahren waren die Schweizer Bergführer die Hauptinitianten bei der Gründung der Internationalen Vereinigung der Bergführerverbände ( IVBV ). Somit sollte es den Bergführern jetzt auch leicht fallen, über die Talschaft hinaus zu denken, um eine Lösung mittragen zu helfen, die jedem Schweizer Bergführer etwas bringen kann. Ohne dass jeder bereit ist, dazu einen persönlichen Beitrag zu leisten ( in Form einer Beitragserhöhung ), wird es nicht gehen. Eine solche Neuerung bringt jedoch stets auch neue Anstösse und neue Möglichkeiten - darauf freuen wir uns! Etwas Neues wagen heisst nicht, mit Traditionen brechen oder Altbewährtes über Bord werfen. Neues wagen ist immer eine Chance, das Ansehen des Berufstandes und des einzelnen Bergführers zu verbessern und zu stärken.

Armin Oehrli, Präsident SBV

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Obschon die Zeiten, auch für Bergführer, nicht rosig sind, oder vielleicht gerade deswegen, wird im SVB nach neuen und effizienteren Führungsstrukturen gesucht.

Unter der Führung seines Präsidenten Armin Oehrli ( hier auf dem Eggturm in den Gastlosen ) stellt sich der SBV den neuen Herausforderungen und Aufgaben.

Neue berufliche Herausforderungen und Aufgaben Neben den klassischen alpinen Touren wird der Berufsbergführer sich in Zukunft immer mehr auch Trendsportarten wie Canyoning, Biken, Schneeschuhlaufen u.a. zuwenden müssen. In der Canyoningausbildung, die in Zusammenarbeit mit spezialisierten Bergführern aus Frankreich

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