Kraftwerke in Schutzgebieten?

Mit dem neuen Energiegesetz sind auch kleine Kraftwerke, die erneuerbare Energie produzieren, von nationalem Interesse. Schutzgebiete geraten damit unter Druck.

Anfang Januar ist das neue Energiegesetz mit verschiedenen Massnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien in Kraft getreten. Es hält fest, dass Wasser- und Windkraftwerke bereits ab einer Leistung von 20 GWh von «nationaler Bedeutung» sind. Dies bedeutet, dass sie nach einer Interessenabwägung zum Beispiel auch in BLN-Gebieten gebaut werden können. Aus Sicht des SAC ist dieser Schwellenwert zu tief: Er entspricht gerade mal einem Dreitausendstel des in der Schweiz produzierten Stroms.

Der SAC verschliesst sich der Energiewende nicht, befürchtet aber, dass nun ein immenser Druck auf die wertvollsten Landschaften in den Alpen entsteht. Zuerst soll an Standorten mit hoher Effizienz und wenig Konflikten gebaut werden – nicht in Schutzgebieten.

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