Kunz, Stephan; Wismer, Beat; Denk, Wolfgang (Hrsg.): Die Schwerkraft der Berge 1774-1997

Stroemfeld Verlag, Basel 1997. Fr. 48. Das Bild der Alpen war - und ist -stark durch die Ansichten jener Leute geprägt, die sie in den verschiedensten Techniken abbildeten: Maler, Bildhauer, Fotografen. Und jener, die sie mit Worten beschrieben: Schriftsteller, Dichter, Werbetexter. Zu den Ausstellungen im Aargauer Kunsthaus Aarau, in der Kunsthalle Krems und in der Kunsthalle Wien erschien Die Schwerkraft der Berge. Das stilvoll gestaltete und schön lithogra-fierte und gedruckte Buch hat die Berge im Spiegel der bildenden Kunst zum Inhalt.

Mit den drei Ausstellungsorten Aarau, Krems und Wien wird das Faktum dokumentiert, dass die touristische Eroberung der Alpen und die Definition ihrer Schönheit von den Städten ausging. Die Schwerkraft der Berge erlaubt eine genussvolle Reise durch das Schaffen von Cuno Amiet bis Josef Zeiger. Bekannte Bilder wie Hodlers « Niesen », Segantinis « Triptychon », Kokoschkas « Montana » sind ebenso enthalten wie Installationen von Richard Lang, Fotos von Hannes Vogel und Hans Danuser. Texte gibt es unter anderm von der Walser Lyrikerin Anna Maria Bacher, vom Greina-Hirten Leo Tuor, von Robert Walser und S. Corinne Bille. Das Alpenglühen ist ebenso ein Thema wie die Berge im Schweizer Film, die Geschichte der Alpen und der Höhenrausch.

« Denkt der Mensch über die Natur nach, oder denkt die Natur für den Menschen ?» hat Per Kirkeby gefragt, und schon diese Frage lässt uns stundenlang philosophieren und diskutieren. Das Buch bildet eine Fundgrube für Bergfreunde und überbrückt Regentage problemlos. Gelungen ist auch die Mischung von Text und Bild. Der Umfang ist mit 256 Seiten beachtlich, doch man liest das Buch ja nicht in einem Zug. Man blättert, schmökert und findet immer wieder

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