Manuel Hassler gewinnt den 1. Junioren-Europacup der Wettkampfsaison 1998

An diesem ersten Jugend-und-Junioren-Europacup ( EYC ) 1998, der am 13./14. Juni in Dortmund ( Deutschland ) ausgetragen wurde, gelang der neu formierten Ju-gend-und-Junioren-National-mannschaft des SAC ein überzeugender Einstieg ins diesjährige internationale Wettkampfgeschehen. Neben dem hoch zu bewertenden Sieg des Bieters Manuel Hassler rundeten die 2 Bronzeme-daillenplätze von Matthias Müller aus Reichenbach und des Bündners Roman Felix das gute Teamergebnis ab.

Hohe Erwartungshaltung Wie so oft vor dem ersten Wettkampf der Saison sehen sich Athleten und Trainer einem besonderen Druck ausgesetzt. Fragen zur Standortbestimmung wie: « Wo stehen wir?

Manuel Hassler, Sieger bei den Junioren im Europa-cup-Wettkampf von Dortmund beim Unterarmtrai- tential. Wettkampfstark und völlig unbeschwert, liess er sich in seinem ersten internationalen Wettkampf überhaupt nicht aus der Ruhe bringen und belegte gemeinsam mit dem slowenischen « Super-Star » Rant Blaz den dritten Rang. In ihm wächst ein grosses Talent heran, und die nächsten Wettkämpfe werden zeigen, wie er lernen wird, mit dem wachsenden Wettkampf druck umzugehen. Aber Individuelle Betreuung und Analysen sind eine weitere Voraussetzung für gute Wettkampfresultate; Raphael Möhr mit Nationaltrainerin Gaby Madiener Voraussetzung für Wett-kampferfolge ist ein seriös und langfristig angelegtes Aufbautraining. Dies hat sich beim 1. Junioren-Euro-pacup 1998 in Form von Spitzenplazierungen bestätigt.

auch die weiteren Schweizer Teilnehmer Cédric Lâchât, Simon Anthamatten und Reto Hug kletterten gut und konnten mit der internationalen Konkurrenz nicht nur mithalten, sondern auch Akzente, vor allem im klettertechnischen Bereich, setzen.

Kategorie Jugend A ( 16117jährig ) In der Jugend A, in der die Wachs-tums- und Reifeunterschiede am grössten sind, fielen Raphael Möhr, Martin Jaggi und Jérôme Häni durch ihr Routenverständnis und ihre gute Bewegungstechnik auf. Ihren wachs-tumsbedingten konditionellen Rückstand sollten sie mit der Zeit und entsprechendem Training bald aufholen können.

Bei der weiblichen Jugend A gelang Alexandra Eyer ihr bisher bestes Resultat, und nur die Tatsache, dass sie in der Vorrunde etwas schlechter abschnitt, verhinderte ein noch besseres Ergebnis. Alexandra ist über die Sektion Uto zum Wettkampfsport gekommen und wird vom dortigen JO-Chef Roger Knecht ( der im Moment die Verbandstrainerausbildung SAC absolviert ) fachkompetent und pädagogisch fundiert trainiert und betreut. Es ist dies ein Beispiel, wie innerhalb einer Sektion aktive Jugendarbeit betrieben werden kann. Auch Stéphanie Louis, die zweite Starterin in der Jugend A, kommt aus einer leistungsstarken Trainingsgruppe. Diese wird von Muriel Armand Piola mit grossem Engagement und Kompetenz geleitet.

Kategorie Junioren ( 18119jährig ) Dass Manuel Hassler zu einem der grössten Nachwuchstalente überhaupt gehört, hat sich schon längere Zeit angedeutet. Die Frage war nur noch, wann er seine Fähigkeiten in einen Sieg ummünzen könnte. Gerade bei den Junioren verfügen, ähnlich wie im Weltcup, meistens alle Finalisten über das Leistungspotential, um einen Wettkampf zu gewinnen. Als entscheidend erweisen sich dann jeweils Faktoren wie Nervenstärke, Konzentrationsfähigkeit und Tagesform. Für Manuel stimmte in diesem Finale alles, und er gelang ihm, die Leistungen, die er im Training erbringt, optimal umzusetzen. Die Zukunft wird zeigen, zu welchen sportlichen Erfolgen der von Hanspeter Sigrist trainierte Siebzehnjährige es! Jugend-und-Junioren-Europacup Dortmund 1998 Jugend B weiblichJugend B männlich 1. Natalja Gros ( SLO ) 2. Marina Malamid ( RUS ) 3. Elodie Giroux ( FRA ) Keine Schweizerinnen am Start 1. Timo Preussler ( GER ) 2. Clément Chabaud ( FRA ) 3. Rant Blaz ( SLO ) Roman Felix ( Sekt. Hinterrhein ) 13. Cédric Lâchât ( Sect. Jura ) 19. Simon Anthamatten ( Sekt. Zermatt ) 24. Reto Hug ( Sekt. Piz Soi ) Jugend A männlich 1. Julien Barbier ( FRA ) 2. Tomaz Valjavec ( SLO ) 3. Michael Fubielier ( FRA ) 2O. Raphael Möhr ( Sekt. Rätia ) 24. Martin Jaggi ( Sekt. St.. " " .Gallen ) 26. Jérôme Häni ( Sect. Carougeoise ) Junioren 1. Manuel Hassler ( Sect. Pierre-Pertuis ) 2. Frederic Tuscan ( FRA ) 3. Matthias Müller ( Sekt. Altels ) 8. David Gisler ( Sekt. Randen ) 12. Roland Bigler ( Sekt. Bern ) Jugend A weiblich 1. Maria Belomestnova ( RUS ) 2. Sandrine Levet ( FRA ) 3. Yulia Abramchouk ( RUS ) 4. Alexandra Eyer ( Sekt. Uto ) 1O. Stéphanie Louis ( Sect. Carougeoise ) Juniorinnen 1. Katharina Stremfelj ( SLO ) 2. Eva Tusar ( SLO ) 3. Cécile Martha ( FRA ) noch bringen wird. Aber auch die anderen Junioren Matthias Müller, David Gisler und Roland Bigler werden ihren sportlichen Weg gehen. Das hohe technische und kognitive Leistungsniveau der Jugendlichen zeigt, das der eingeschlagene Trai-ningsweg für eine langfristige Trai-nings- und Wettkampf planung richtig ist.

Müde und zufrieden nach Hause Die mehrstündige Heimfahrt war wie meistens anstrengend. Das Reisen als Bestandteil der internationalen Wettkämpfe ist nicht zu unterschätzen und fordert von allen Beteiligten viel. Ebenfalls von den Eltern, die an dieser Stelle auch einmal erwähnt werden sollen, da es nicht ganz selbstverständlich ist, den Sohn oder die Tochter manchmal mitten in der Nacht an den verschiedensten Orten oder Bahnhöfen abzuholen. Ohne ihr Verständnis, ihre Hilfsbereitschaft und ihren Einsatz im Hintergrund wäre die Equipe Suisse der Jugend und Junioren nicht das, was sie heute ist.

Gabriele Madiener, Oberbalm

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