Nach Bergsturz geschlossen

Die Capanna di Sciora und die Capanna Sasc Furä bleiben in diesem Herbst ­geschlossen.

Nach dem Bergsturz vom 23. August bleiben die beiden SAC-Hütten Capanna di Sciora und Capanna Sasc Furä den ganzen Herbst über geschlossen. Das Val Bonda­sca, in dem sich der Bergsturz ereignet hat, bleibt Sperrzone. Noch immer bewegen sich am Pizzo Cengalo die Felsmassen, weitere Abbrüche werden erwartet.

Die acht Wanderer, die sich zum Zeitpunkt des Bergsturzes im Val Bondasca befanden, wurden aller Wahrscheinlichkeit nach verschüttet. Die Suche musste Ende August eingestellt werden. Die Berggänger waren am 23. August um 8.45 Uhr von der Capanna di Sciora aus aufgebrochen. Etwa drei viertel Stunden später lösten sich rund vier Millionen Kubikmeter Fels und stürzten in das Tal, dessen hinterer Teil verschüttet wurde. Die Vermischung des Bergsturzmaterials mit Wasser führte ausserdem zu einem Murgang, der das tiefer gelegene Dorf Bondo verwüstete. Dieses musste evakuiert werden. Der Murgang kam für die Behörden überraschend, wie Regierungsrat Mario Cavigelli an einer Medienkonferenz einräumte.

Ein weiterer Bergsturz ereignete sich am 15. September, dieses Mal erreichten die Felsmassen das Dorf aber nicht. Dennoch bleiben die Bewohner evakuiert und können nur für bestimmte Zeitfenster ins Dorf zurückkehren. Die meisten konnten in der Region untergebracht werden. Die Solidarität für die Betroffenen ist gross: Rund fünf Millionen Franken sind für das Dorf gespendet worden. Die Kosten des Wiederaufbaus lassen sich noch nicht beziffern.

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