Neue Route durch die Alphubel-Südwand

Durch die Südwand des Alphubels (4206 m) führt eine neue alpine Route. Thomas Grichting und Rino Amacker haben sie am 16. Januar 2020 in viereinhalb Stunden erstbegangen. Die Route eignet sich für eine Begehung an einem sonnigen Tag im Winter. Im Sommer ist von ihr abzuraten, da sie dann stark steinschlaggefährdet ist. Einzelne Passagen erreichen den Schwierigkeitsgrad V–, meistens klettert man aber im Bereich III bis IV. Teilweise ist der Fels brüchig, und einige Schnee- und Eispassagen vor allem im unteren Wandbereich erfordern im Winter Steigeisen. Zur Absicherung genügen Friends und Keile. Stände sind nicht vorhanden.

Der Einstieg befindet sich in der Gipfelfalllinie und damit links von der bestehenden alten Südwandroute, die ausgehend von einem Hängegletscher über eine markante Rippe in der Südwand hinaufführt. Die Wand ist etwa 680 Meter hoch. Man erklettert die gesamte Wand mehr oder weniger in der Falllinie.

Autor / Autorin

Hermann Biner

Hermann Biner, Bergführer seit 1974, war 20 Jahre in der Bergführerausbildung tätig und präsidierte den Schweizer und Internationalen Bergführerverband, wo er Ehrenmitglied ist. Er verfasste 1995 den ersten Auswahlführer über die Walliser Alpen.

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