Ökologie: Es geht um den goldenen Mittelweg

Wir leben in einer Zeit, in der ein eher extremistischer ökologischer Wind weht. Nehmen wir nur das Beispiel der Alpenkonvention mit ihren zehn Protokollen, die darauf abzielen, Grundregeln für das Leben im Kulturraum Alpen festzu-schreiben. Der Schutz der Alpen ist eine grossartige Idee, aber es stellen sich zahlreiche Fragen... Wer wurde eigentlich über diese Konvention informiert oder befragt, deren Protokolle sich durch Komplexität und fehlende Transparenz auszeichnen? Welches sind ihre Auswirkungen? Welches Land wird uns regieren? Unmöglich, darauf eine Antwort zu geben! Nehmen wir als zweites Beispiel das Projekt für die Schaffung eines weiteren Nationalparks. Einmal mehr: Das Projekt ist bestechend. Aber auch hier: Wer sich dafür interessiert, ist konfrontiert mit dem üblichen grünen Jargon wie UICN-Norm, Kernzone, Pufferzone usw. – einem unverständlichen Kauderwelsch für jeden nicht Eingeweihten! Wir sind nicht gegen die Ökologie, sondern sind nur Realisten. Unsere landschaftlichen Reichtümer gewissen extre-mistischen Bewegungen zu überlassen, die aus unserem Land ein einziges, riesiges Naturschutzgebiet machen wollen, wäre nun wirklich eine Dummheit. Bergler, Städter, Alpinisten – lasst uns objektiv und gemässigt bleiben. Nehmen wir doch die Möglichkeit wahr, alle bestehenden Parameter zu prüfen, um zu ausgewogenen und nachhaltigen Lösungen zu kommen. Diese ermöglichen eine Symbiose zwischen den Aktivitäten des Menschen und den verschiedenen Milieus. a

Frédéric May, Saillon ( ü )

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